Postdrohne stürzt in den Zürichsee

Heute Morgen stürzte eine Drohne, welche eine Blutprobe transportierte, beim Überqueren des Zürichsees ab. Verletzt wurde niemand.

Eine Drohne der Post stürzte heute in den Zürichsee.

Eine Drohne der Post stürzte heute in den Zürichsee. Bild: Nicole Philipp

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Kurz nach 10.20 Uhr stürzte im unteren Seebecken eine Postdrohne ab. Das meldete die Stadtpolizei Zürich in einer Mitteilung. Fest steht inzwischen, dass das Fluggerät rund 200 Meter vom Ufer entfernt im Bereich des Bads Mythenquai ins Wasser gefallen und vermutlich versunken ist. «Die Absturzstelle konnten wir exakt eruieren. Ob die Drohne ein Warnsignal abgegeben hat, bevor sie aufprallte, können wir nicht sagen. Es gab bisher keine Meldungen von Zeugen», sagt Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei Zürich.

Gemäss bisher nicht bestätigten Aussagen war die Drohne für den Fall eines Absturzes mit einem Fallschirm ausgestattet. Trotz Angaben von genauen Koordinaten konnte das Fluggerät von den Spezialisten der Wasserschutzpolizei an der Oberfläche des Zürichsees bisher nicht gefunden werden. Aufgrund dessen werden nun Polizeitaucher der Stadtpolizei Zürich eingesetzt.

Post stoppt Spitaldrohnenflüge

Weitere Abklärungen der Stadtpolizei Zürich hätten ergeben, dass die Drohne mit einer «nicht relevanten Blutprobe» vom Spital Hirslanden im Park ins Zentrallabor an der Forchstrasse unterwegs gewesen war. Gemeint sind damit bereits analysierte Blutproben, bei denen nun im Rahmen der aktuell laufenden Testphase kontrolliert wird, ob sie sich nach dem Transport auf dem Luftweg verändern.

Welche Auswirkungen der Drohnenabsturz auf die Testreihe hat, wird laut Angaben der Stadtpolizei derzeit im Gespräch mit allen involvierten Stellen geklärt. Bis die Absturzursache eruiert ist, werden gemäss Medienmitteilung der Post keine weiteren Drohnenflüge am Universitätsspital Zürich und für das Spital in Lugano durchgeführt.

Bei der abgestürzten Drohne handelt es sich um ein Modell des Typs Matternet M2 V9 des amerikanischen Herstellers Matternet. Die Post habe umgehend die Stadtpolizei Zürich und das Bundesamt für Zivilluftfahrt über den Vorfall informiert. Bisher hätten die Post-Drohnen in Lugano, Bern und Zürich über 3000 Flüge erfolgreich absolviert, vermeldet das Unternehmen. (han)

Erstellt: 25.01.2019, 13:35 Uhr

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