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Prostituierte an der Nähmaschine

Unter der Regie der Modedesignerin Marianna Piciuccio haben sechs Sexarbeiterinnen das Schneiderhandwerk gelernt. Heute Abend stellen sie in der Labor-Bar ihre Kleider vor.

Aus einem Lautsprecher schmettert Luciano Pavarotti seine Arien aus Puccinis «Tosca» in das Schneider- und Nähatelier der Zürcher Stadtmission. Sonst sind nur das Rattern der Nähmaschinen und das Zischen des Dampfbügeleisens zu hören. Fünf Frauen verschiedenen Alters sitzen konzentriert und mit gebeugten Köpfen über ihren Näharbeiten. Sie schneidern Kleider, Röcke und Blusen für eine Modeschau.

Die müssen bis spätestens heute Donnerstag fertig sein. Es handelt sich um keine gewöhnlichen Schneiderinnen – und auch nicht um eine normale Modeshow: Die Frauen sind Sexarbeiterinnen, die von der Zürcher Stadtmission die Gelegenheit erhalten haben, einen bürgerlichen Beruf zu erlernen und zu zeigen, was sie nun alles können.

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