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«Racial Profiling macht die Polizei ineffizient»

Soziologe Tino Plümecke erklärt, weshalb der dunkelhäutige Drogendealer von der Langstrasse häufiger kontrolliert wird als der Kokskonsument von der Goldküste.

Akim Bamigbokpa, 39, Bibliothekar: «Ich appelliere an die Polizisten: Sie sollten sich bei jeder Kontrolle fragen, ob sie gleich handeln würden – egal, welche Hautfarbe eine Person hat.»
Akim Bamigbokpa, 39, Bibliothekar: «Ich appelliere an die Polizisten: Sie sollten sich bei jeder Kontrolle fragen, ob sie gleich handeln würden – egal, welche Hautfarbe eine Person hat.»
Reto Oeschger
Mess Barry, 34, Koch und Politiker: «Ich trage sehr gerne Hip-Hop-Kleider, jedoch immer mit der Angst im Hinterkopf, dass ich so zur Zielscheibe von Beamten werden könnte.»
Mess Barry, 34, Koch und Politiker: «Ich trage sehr gerne Hip-Hop-Kleider, jedoch immer mit der Angst im Hinterkopf, dass ich so zur Zielscheibe von Beamten werden könnte.»
Reto Oeschger
Tozim Madzima, 39, Musiker und Künstler: «Ich achte auf meine Gangart: gerader Rücken, zielstrebig, keinesfalls herumlungern.»
Tozim Madzima, 39, Musiker und Künstler: «Ich achte auf meine Gangart: gerader Rücken, zielstrebig, keinesfalls herumlungern.»
Reto Oeschger
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Gewisse Menschen geraten häufig einzig wegen ihres Aussehens in Polizeikontrollen. Gibt es das typische Racial-Profiling-Opfer? Der Begriff stammt aus den USA. Dort verläuft ein Schwarz-weiss-Graben, der ein massives Ungleichgewicht von polizeilichen Kontrollen nach sich zieht. Die häufigsten Betroffenen sind entsprechend nicht weiss, männlich und eher jung. In der Schweiz, wie allgemein in Europa, werden neben Schwarzen Personen vom Balkan und Asylbewerber aus muslimischen Ländern übermässig oft von der Polizei kontrolliert. Menschen, die optisch von der Mehrheitsbevölkerung abweichen. Daher muss hier eher von Ethnic Profiling gesprochen werden.

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