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Rätselhaftes Stadtmodell aus den 50er-Jahren entdeckt

Im Estrich eines Schulhauses tauchte ein dreidimensionales Modell der Stadt Zürich auf. Es zeigt die Stadt, wie sie vor rund 50 Jahren ausgesehen hat. Experten Rätseln nun über die Entstehungsgeschichte des Fundstückes.

Bei den Räumungsarbeiten in einem Wiediker Schulhaus wurde ein altes, bisher unbekanntes Stadtmodell entdeckt.
Bei den Räumungsarbeiten in einem Wiediker Schulhaus wurde ein altes, bisher unbekanntes Stadtmodell entdeckt.
Felix Schindler
Experten stehen vor einem Rätsel. Alter und Herkunft des rund 25 Quadratmeter grossen Modells sind bisher unbekannt.
Experten stehen vor einem Rätsel. Alter und Herkunft des rund 25 Quadratmeter grossen Modells sind bisher unbekannt.
Felix Schindler
Das aktuelle Stadtmodell zeigt auch geplante Gebäude, hier der geplante Erweiterungsbau des Stadtspitals Triemli, der bis 2018 realisiert werden soll.
Das aktuelle Stadtmodell zeigt auch geplante Gebäude, hier der geplante Erweiterungsbau des Stadtspitals Triemli, der bis 2018 realisiert werden soll.
Felix Schindler
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Einen spektakulären Fund machten jene, die vor einigen Wochen den Estrich im Schulhaus Bühl in Wiedikon räumten. Sie entdeckten ein Modell der Stadt Zürich, rund 20 Quadratmeter gross und von einer überwältigenden Detailtreue.

Ohne einen einzigen Hinweis im Estrich verräumt

Es ist unbekannt, wer das Modell in Hunderten von Arbeitsstunden angefertigt hatte, bestätigt Thomas Meyer einen Bericht der NZZ. Der Leiter des Baugeschichtlichen Archivs rätselt nun über die Hintergründe es Modells: «Es fehlen sämtliche Kontextinformationen. Wir haben nur das Modell, kein einziges Stück Papier, das uns sagen würde, was hier passiert ist», sagt Thomas Meyer, Leiter des Baugeschichtlichen Archivs der Stadt Zürich.

Alles, was Meyer weiss, entnahm er dem Modell: Es zeigt die Stadt, wie sie ungefähr im Jahr 1959 ausgesehen hatte. Die Mühlestege zwischen Rathaus- und Rudolf-Brun-Brücke, die in den 50er-Jahren abgerissen wurden, fehlen bereits. Das Globusprovisorium hingegen, das 1959 erbaut wurde, zeigt das Modell noch nicht.

Mit Fleiss und Glück zur Entstehungsgeschichte

«Am meisten beeindruckt mich der enorme Detaillierungsgrad und die farbliche Ausgestaltung des Modells», sagt Meyer. «Ausserdem ist es spannend zu sehen, wie die Stadt heute vielerorts dichter geworden ist und sich die Industrien veränderten.»

Zurzeit ist das Modell im Amtshaus IV ausgestellt. Als erstes werden die Mitarbeiter des Baugeschichtlichen Archivs Protokolle wälzen und hoffen, auf die Entstehungsgeschichte des Modells zu stossen. «Wir hoffen aber auch auf ein bisschen Glück. Vielleicht finden wir durch Zufall jemanden, der etwas darüber weiss», sagt Meyer. Was in Zukunft mit dem Modell geschehen wird, ist noch unklar. Meyer geht davon aus, dass es restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich ausgestellt wird.

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