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Reaktionen: «Die Leute glauben, sie bekämen ein Stadion»

Jacqueline Badran twittert, Corine Mauch fordert, GC zelebriert: die Reaktionen zur Stadionabstimmung.

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«Ich erwarte, dass die SP ihre Initiative zurückzieht»: Stadtpräsidentin Corine Mauch über den Abstimmungskampf, das Ja zum Stadion und Stolpersteine. Video: Tamedia

Kaum stand das Ja zum Stadion fest, meldete sich die grösste Gegnerin des Ensemble-Projekts, SP-Nationalrätin Jacqueline Badran, auf Twitter. Sie schreibt: «Was für ein Pyrrhussieg. Die Leute glauben, sie bekämen ein Stadion, und werden viele Jahre warten müssen, wenn überhaupt (Gestaltungsplan, Baubewilligung).» Und weiter: «Es gibt Momente, in denen man in der Zukunft nicht recht bekommen möchte.» Sie nimmt damit ein Argument auf, das die SP im Abstimmungskampf immer wieder wiederholte: Diese Stadionprojekt würde von Baurekursen lange verzögert, oder es scheitere sogar vor Bundesgericht. Schuld daran seien die 137 Meter hohen Wohntürme.

Doch die Argumente der SP griffen nicht. «Uns ist es nicht gelungen, rüberzubringen, dass wir ebenfalls ein Stadion wollen», sagt SP-Co-Präsidentin Liv Mahrer. Viele Leute hätten gemeint, dass die SP gegen ein Fussballstadion sei. Dabei stimme das Gegenteil. Die SP habe zu allen bisherigen Stadionvorlagen Ja gesagt, ihr sei es nur um die Finanzierung gegangen. Beim klaren Ja handle es sich um ein Ja zum Fussball. «Die Wohnungsfrage spielte im Abstimmungskampf leider kaum eine Rolle», sagt Mahrer.

Liegen sich in den Armen: FCZ-Präsident Ancillo Canepa und GC-Präsident Stephan Anliker nach dem Ja.
Liegen sich in den Armen: FCZ-Präsident Ancillo Canepa und GC-Präsident Stephan Anliker nach dem Ja.
Sabina Bobst
Das Spiel gegen St. Gallen wird für einen Moment zur Nebensache.
Das Spiel gegen St. Gallen wird für einen Moment zur Nebensache.
TA
FCZ-Präsident Ancillo Canepa schaut gespannt auf die Bildschirme.
FCZ-Präsident Ancillo Canepa schaut gespannt auf die Bildschirme.
pu
Gespannt auf die Resultate: Roger Schawinski zusammen mit den beiden Präsidenten von FCZ und GC.
Gespannt auf die Resultate: Roger Schawinski zusammen mit den beiden Präsidenten von FCZ und GC.
pu
Der einzige Stadiongegner im Bunde: Markus Knauss (Grüne, Zweiter von rechts) im Gespräch mit Roger Bartholdi (SVP, links), Përparim Avdili (FDP, Zweiter von rechts) und dem Stadtzürcher FDP-Präsidenten Severin Pflüger.
Der einzige Stadiongegner im Bunde: Markus Knauss (Grüne, Zweiter von rechts) im Gespräch mit Roger Bartholdi (SVP, links), Përparim Avdili (FDP, Zweiter von rechts) und dem Stadtzürcher FDP-Präsidenten Severin Pflüger.
Sabina Bobst
Befürworter sind eingetroffen: Gemeinderäte von SVP und FDP haben sich im Stadthaus eingefunden.
Befürworter sind eingetroffen: Gemeinderäte von SVP und FDP haben sich im Stadthaus eingefunden.
Sabina Bobst
Alles ruhig: Um 13.30 Uhr herrscht noch Leere im Stadthaus.
Alles ruhig: Um 13.30 Uhr herrscht noch Leere im Stadthaus.
Sabina Bobst
Und so sieht es heute aus: Die Brache des ehemaligen Hardturmstadions.
Und so sieht es heute aus: Die Brache des ehemaligen Hardturmstadions.
Ennio Leanza, Keystone
Gegen das Stadionprojekt: Die SP und die Grünen bekämpfen das Stadionprojekt gegen ihre eigenen Stadträte.
Gegen das Stadionprojekt: Die SP und die Grünen bekämpfen das Stadionprojekt gegen ihre eigenen Stadträte.
Melanie Duchene, Keystone
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Stadtpräsidentin und SP-Parteikollegin Corine Mauch appellierte an der Pressekonferenz an ihre Partei und direkt an Jacqueline Badran. Sie hoffe, dass die SP den Entscheid der Stimmbürger respektiere und sie nun ihre erfolgreich eingereichte Stadioninitiative zurückziehen werde.

Severin Pflüger (FDP): «Die Gegner wollten eine schrille Politik machen.»

Der Präsident der Stadtzürcher FDP, Severin Pflüger, freut sich über das Ja. Er sagt, dieses sei von den Gegnern selbst verschuldet: «Die Gegner haben eine schrille, ideologisierte Politik durchgeführt. Sie haben überbordet und so einen möglichen Sieg aus der Hand gegeben.» Er spielt darauf an, dass das Projekt von Beginn weg viele Feinde hatte. Stichwort: Hooliganismus, Schattenwurf.

Markus Knauss (Grüne): «Dieses Projekt ist eine absolute Katastrophe.»

Aber auch die Brachebefürworter lehnten das Projekt ab. Markus Knauss, Gemeinderat der Grünen, ist enttäuscht. Es sei ihnen nicht gelungen, zu vermitteln, dass das Projekt städtebaulich eine Katastrophe sei. Für ihn ist das Ja vor allem ein Ja zum Stadion, nicht zu den Hochhäusern. «Es war bezeichnend, dass die Wohnhochhäuser auf den Plakaten des Ja-Lagers mit einem schwarzen Button verdeckt waren», sagt er.

Und über dieses neue Stadion freut sich eine Gruppe ganz besonders: die GC-Fans. Ihre Mannschaft spielte am Sonntagnachmittag gegen St. Gallen im Letzigrund. Als sie vom Resultat erfahren, feiern sie dieses ausgiebig vor dem Stadion. Im Stadion zünden sie Pyros und rollen ein Transparent aus: «Ändlich zrugg id Heimat – Hardturm».

Video: GC-Fans feiern Abstimmung im Letzigrund

Für einen Moment wird das Spiel gegen St. Gallen zur Nebensache. Video: Tamedia

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