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Rekordzahl an Betrunkenen in Ausnüchterungszelle

In der Zentralen Ausnüchterungsstelle (ZAS) gibt es viel zu tun. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres 166 Personen eingeliefert.

Aufenthalt kostet Betrunkene zwischen 600 und 950 Franken: Ausnüchterungszellen der ZAS in Zürich.
Aufenthalt kostet Betrunkene zwischen 600 und 950 Franken: Ausnüchterungszellen der ZAS in Zürich.
Steffen Schmidt, Keystone

Seit Beginn des Jahres werden in der Stadt Zürich schwer alkoholisierte oder mit anderen Rauschmitteln zugedröhnte Personen auch an Werktagen in die ZAS eingeliefert. Zuvor war die Ausnüchterungsstelle nur an Wochenenden in Betrieb und Berauschte wurden unter der Woche in Regionalwachen ausgenüchtert. Dies hat nun zu viel Betrieb in der ZAS geführt, wie die NZZ in ihrer heutigen Ausgabe schreibt.

So sind von Januar bis Ende März 129 Männer und 37 Frauen von Polizei oder Sanität in die ZAS überführt worden. Zwei Personen waren gar minderjährig. Spitzentage sind dabei Samstage (insgesamt 45 überwiesene) und Sonntage (31). Auch unter der Woche scheinen einige Zürcher das übermässige Trinken nicht zu lassen: So wurden an Dienstagen insgesamt 22 Betrunkene in die Zellen gebracht, nur drei weniger als an Freitagen.

Zusammenarbeit mit Kantonspolizei

Wie Reto Casanova, Sprecher des Polizeidepartementes, gegenüber der NZZ sagt, zeigten die Zahlen, dass es notwendig sei, die ZAS auch an Werktagen zu belegen und den Betrieb nicht auf Wochenende zu beschränken. Allerdings könne man nach drei Monaten Versuchsphase noch keine Bilanz ziehen. Casanova befürchtet in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg der Eingelieferten. So dämpfe der kalte Winter grundsätzlich die Lust am Feiern im Freien. Anders sehe dies in den Sommermonaten aus.

Der Pilotbetrieb des ZAS dauert bis 2015. Angefangen hat er im März 2010. Der Gemeinderat hatte einer Verlängerung des Projektes im vergangenen Jahr zugestimmt. Seit Anfang 2013 hat die Stadt nun die Betriebszeiten verlängert und die Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei eingeführt. Diese kann seit diesem Zeitpunkt Betrunkene vom Areal des Hauptbahnhofs oder aus der näheren Agglomeration in die städtischen Ausnüchterungszellen überführen.

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