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Renn um dein Leben!

Der Verkehr bei uns ist nicht eine Frage der planerischen Fantasie, sondern der politischen Kräfteverhältnisse.

Vor dem Bahnhof in Genf muss früher ein grauenhaftes Chaos geherrscht haben. Der grosse Platz, der die Gäste aus aller Welt empfangen sollte, war verstellt von Taxis Trams, Bussen, Privatautos, Fussgängern, die sich im Weg standen. Eines Tages meldete sich ein Mann bei der Stadtverwaltung. «Ich hätte eine Idee», sagte er. Er betrieb einen kleinen Kiosk in einer Ecke vor dem Bahnhof. Jahrelang hatte er dem Treiben zugeschaut, dem Gefluche, dem Gehupe, dem Stau. Bis er wusste, wie man das Chaos entwirren könnte. Der neue Platz vor dem Bahnhof sei nach seinen Plänen konzipiert worden, hat mir ein Genfer Journalist erzählt. Ich weiss nicht, vielleicht ist die Geschichte eine urbane Legende.

«Geh mal zu Fuss über die Hardbrücke!», «Fahr mal mit dem Velo übers Bellevue!» – die Leute überbieten sich mit Geschichten von Scooter-Rowdys und Elektrovelo-Taliban.

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