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Rot-grün verzögert Fussgängerzone in der City

Schon lange wartet die Zürcher Bevölkerung auf die Flaniermeile beim Hiltl und Jelmoli. Doch jetzt stellt sich die Velo-Lobby quer.

...die Autos verschwinden. Geplant ist aber, dass die Veloroute durch die Fussgängerzone führt. Das weckt Widerstand bei rot-grünen Verkehrspolitikern.
...die Autos verschwinden. Geplant ist aber, dass die Veloroute durch die Fussgängerzone führt. Das weckt Widerstand bei rot-grünen Verkehrspolitikern.
PD
...der Autoverkehr über die...
...der Autoverkehr über die...
PD
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Was hat sich Filippo Leutenegger (FDP) nicht schon anhören müssen, weil es an der Sihlstrasse nicht vorwärtsgeht. Er verzögere das Projekt, die Strasse zwischen St. Annagasse und Bahnhofstrasse autofrei zu machen und für die spazierende Bevölkerung zu öffnen, wurde ihm vorgeworfen, als er noch Tiefbauvorsteher war.

Jetzt ist Richard Wolff der Herr der Strassen, und trotzdem stockts mit der seit vielen Jahren geplanten Begegnungszone immer noch. Grund ist aber nicht der AL-Stadtrat, sondern ausgerechnet die Velo-Lobby. In der gemeinderätlichen Verkehrskommission, wo das Geschäft derzeit liegt, leistet Markus Knauss (Grüne) Widerstand. Gegenüber der NZZ kritisiert er das Projekt als untauglich.

VCS-Geschäftsführer Knauss stört sich vor allem an der Veloführung. Die Fahrradfahrerinnen und -fahrer sollen, so der Plan, durch die Fussgängerzone geführt werden, was «eine unmögliche Situation» sei. Er fordert, dass auf der dreispurigen Uraniastrasse, auf der neu Gegenverkehr herrschen soll, zugunsten der Velos eine Spur abgebaut wird. Damit hätten sowohl Velos wie Autos auf der Uraniastrasse Platz für die Durchfahrt in beiden Richtungen. Letztere Forderung ist im Stadtparlament gut abgestützt. Vor Jahresfrist wurde ein entsprechendes Postulat von SP, Grünen, GLP und AL überwiesen.

Wolff widersetzt sich Rot-grün

Der Spurabbau für den motorisierten Verkehr wäre wohl ein Kapazitätsabbau einer überregionalen Verbindung, den der Kanton kaum durchgehen liesse. Dieser war lange ohnehin skeptisch gegenüber der Idee, hatte sich aber zuletzt – soweit bekannt – nicht mehr verschlossen.

Das städtische Tiefbauamt hält Knauss' Vorschlag nicht für umsetzbar, Wolff bekräftigt diese Haltung gegenüber der NZZ: «Mit Maximalforderungen erreichen wir an dieser Stelle nichts.» Es liege ein Kompromiss vor, den auch das Gewerbe mittrage. Knauss nimmt aber «im Sinne einer besseren Lösung» Verzögerungen in Kauf und fordert Wolff auf, zusätzliche Abklärungen vorzunehmen.

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