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Letzte Gelegenheit am Kongresshaus-Flohmarkt

Im Zürcher Kongresshaus finden keine Veranstaltungen mehr statt. Trotzdem herrscht reger Betrieb im Gartensaal: Direktor Titus Meier lädt zum Ausverkauf ein.

Ein Rundgang durch den Kongresshaus-Flohmarkt. (Video: Lea Blum)

Wegen der anstehenden Totalsanierung will Kongresshausdirektor Titus Meier einen Grossteil des Inventars loswerden. Seien es die Barhocker aus dem Restaurant Brasserie, die Scheinwerfer der Versammlungsräume oder die Pissoirs. Fast die gesamte Einrichtung konnte auf einer Onlineplattform ersteigert werden. «Mein Büro ist jetzt komplett leer, die Möbel gingen nach Griechenland. Vieles ging auch nach Polen, Rumänien oder Frankreich», sagt Meier. Er freut sich, dass die Waren grossen Anklang fanden.

Die übrig gebliebenen Objekte können noch bis am Samstag beim Direktverkauf im Kongresshaus besichtigt und gekauft werden. «Hier werden noch Liebhaberobjekte verkauft, die wir in der Online-Auktion nicht angeboten haben oder die keinen Abnehmer gefunden haben», erklärte Meier am Freitag beim Auftakt des Ausverkaufs.

«Zum Schnöigge»

Genau nach solchen Schmuckstücken suchten Désirée Sibold und Tobias Krummenacher, die gestern ihre Chance nutzen wollten. «Wir benötigen noch Geschirr für unser Restaurant, das wir bald eröffnen», sagt Sibold. Vor allem das Silbergeschirr des Kongresshauses habe es ihnen angetan. Andere Schnäppchenjäger waren gekommen, um etwa ihre Küche zu Hause oder das Ferienhaus neu einzurichten.

Viele kamen einfach zum Schnöigge. So auch Cornelia Müntener: «Eigentlich dachte ich, dass ich nichts kaufen würde. Doch der Einkaufskorb hat sich jetzt doch schon etwas gefüllt.» Eines wird klar: Die meisten würden viel kaufen – wenn sie denn genug Platz zu Hause hätten.

Grossansturm am Samstag erwartet

Unter den Kunden fanden sich auch ein paar ehemalige Kongresshaus-Mitarbeiter. Schweren Herzens hatte etwa Gerardo Battista kürzlich seinen letzten Arbeitstag. Beim Direktverkauf hofft er, einige seiner Kollegen wieder zu sehen, wie er sagte.

Damit war er nicht der Einzige. Jean-Pièrre Krebser war Lieferant für das Kongresshaus. Von dem edlen Silbergeschirr hat auch er sich etwas ergattert: «Die Hummerzangen gefallen mir sehr gut, die nehme ich.» Fündig wurde auch René Marti. Er suchte ebenfalls für die Ausstattung seines neuen Cafés in Baden «Gastro-Zeugs», wie er sagte. Tatsächlich schienen die Waren für gastronomische Zwecke beim Ausverkauf weitaus am beliebtesten zu sein. «Erfreulich, wie viele Leute am Freitag gekommen sind. Am Samstag erwarten wir einen Grossansturm», bilanzierte Titus Meier.

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