Säue im Tram, Pony im Zug

Kürzlich hat ein verloren gegangener Hund einen ganzen IC-Zug lahmgelegt. Auch andere Tiere haben im ÖV schon Duftmarken gesetzt.

Die Minipigs Nacho und Guacamole waren immer wieder (zahlende) Gäste in Zürcher Trams und Bussen.

Die Minipigs Nacho und Guacamole waren immer wieder (zahlende) Gäste in Zürcher Trams und Bussen. Bild: Leserreporter

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Die Durchsage des Lokführers eines Zugs nach Luzern sorgte kürzlich im Zürcher Hauptbahnhof für Aufhorchen: «Die Abfahrt verzögert sich um einige Minuten. Jemand hat seinen Hund im Zug vergessen.» Laut Angaben der SBB hatte die Zugchefin das frei laufende Tier in einem Waggon entdeckt. Darauf kontaktierte sie das Aufsichtspersonal des Bahnhofs.

Der verschüchterte Vierbeiner wollte sich aber partout nicht einfangen lassen, weshalb eine Patrouille der Bahnpolizei beigezogen wurde. Glücklicherweise war einer der beiden Männer Hundeführer und hatte Leckerli in der Hosentasche. Diesen konnte der Findling nicht widerstehen. Auf dem Posten machten die Polizisten über den implantierten Chip des Hundes den Halter ausfindig. Zum tränenreichen Wiedersehen zwischen dem vergesslichen Zwei- und seinem Vierbeiner kam es schliesslich 30 Minuten später. Die Passagiere des Zuges erreichten Luzern mit 12 Minuten Verspätung.

Mit Schafen zum Paradeplatz

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Tier im öffentlichen Verkehr für skurrile Szenen und Erheiterung sorgte. Es ist schon länger her, dass ein Hirte regelmässig mit ein paar Schafen zwischen Wollishofen und dem Paradeplatz pendelte, im 7er-Tram. Vor ein paar Jahren nahm ein Mädchen im Thurgau sein Pony mit in den Zug, um zu testen, wie das Tier reagiert. Genauso gelassen wie das Pferdchen reagierten die beiden kleinen Berühmtheiten Nacho und Guacamole – zwei Hängebauchschweine –, die in Zürich immer wieder in Bus und Tram unterwegs gesichtet wurden, übrigens brav angeleint mit Herrchen oder Frauchen am anderen Ende.

Manchmal sind Vierbeiner aber auch auf eigene Faust unterwegs: So eine alte Katze, die sich eine Spritzfahrt mit der Zürcher S-Bahn gönnte und dabei Streicheleinheiten der Passagiere genoss. Sie wurde am Hauptbahnhof der Bahnpolizei übergeben. Zur Geburtsabteilung wurde letztes Jahr ein Interregio zwischen Aarau und Basel: Eine Chihuahua-Dame brachte dort ihren ersten Welpen zur Welt. Seine Geschwister folgten erst später am Bahnhof und Zuhause. (pia/pu)

Erstellt: 28.06.2017, 15:27 Uhr

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