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SBB dürfen Vuelo bauen

Das Verwaltungsgericht gibt dem Bau eines umstrittenen Geschäftshauses beim Bahnhof Tiefenbrunnen grünes Licht.

Umstrittenes Projekt: Vuelo der Zürcher Architekten Spillmann Echsle.
Umstrittenes Projekt: Vuelo der Zürcher Architekten Spillmann Echsle.

Die SBB dürfen ihr Neubauprojekt am Bahnhof Tiefenbrunnen nun doch wie geplant realisieren, schreibt die NZZ am Mittwoch. Das Verwaltungsgericht habe den Entscheid des Baurekursgerichts, das ursprüngliche Projekt aufgrund von Rekursen zu überarbeiten, aufgehoben.

Wie SBB-Sprecherin Lea Meyer gegenüber der NZZ sagt, gehe das Geschäft nun zurück zum Baurekursgericht. Man rechne mit einer Baubewilligung – allenfalls mit Auflagen – für das vier Etagen hohe Geschäftshaus auf dem Areal zwischen den Geleisen und der Bellerivestrasse im Zürcher Seefeld.

Protest aus dem Quartier

Das Projekt mit dem Namen Vuelo ist aufgrund seiner Dimensionen im Quartier höchst umstritten. Nachdem es die Bausektion des Stadtrats im November 2012 bewilligt hatte, schlossen sich die Anwohner in der Interessengemeinschaft Tiefenbrunnen zusammen und erhoben Einsprache gegen das Projekt. Mit seinen 135 Metern Länge und den 17 Metern Höhe habe das Gebäude «unverhältnismässige Dimensionen», schränke die Sicht auf See und Berge ein und nehme keine Rücksicht auf die bauliche und landschaftliche Umgebung, schrieb die IG.

Das Baurekursgericht hat die Beschwerde am 28. Februar 2014 gutgeheissen. Die Baubewilligung wurde aufgehoben. Die SBB müssten das Attikageschoss anpassen und zurückversetzen. Zudem sei die Berechnung der Ausnützung anzupassen, verlangte das Gericht damals.

Forderung nach einem Gestaltungsplan

Auch der Zürcher Stadtrat muss sich mit dem Geschäft auseinandersetzen. Urs Frey, Präsident des Quartiervereins Riesbach, forderte in einer Einzelinitiative beim Zürcher Gemeinderat einen Gestaltungsplan für das SBB-Areal. Der Gemeinderat stellte sich Mitte Mai mit 65 Ja- zu 52 Nein-Stimmen hinter das Anliegen.

Vuelo ist bereits das zweite Projekt, das die SBB auf dem gut gelegenen Areal beim Bahnhof Tiefenbrunnen bauen wollen. Ein erstes, grösseres Bauvorhaben des Architekten Theo Hotz scheiterte jedoch. Der Widerstand im Quartier gegen den «Hotz-Klotz» war zu gross.

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