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Schluss mit Autokorsos durch die Zürcher Langstrasse

Die Stadt hat eingangs Langstrasse Pfosten montiert, mit denen sie im Bedarfsfall den Zugang sperren kann.

Drei Pfosten zur Sicherung der Langstrasse: Sie stehen eingangs Langstrasse an der Kreuzung zur Stauffacherstrasse in der Nähe des Helvetiaplatzes.
Drei Pfosten zur Sicherung der Langstrasse: Sie stehen eingangs Langstrasse an der Kreuzung zur Stauffacherstrasse in der Nähe des Helvetiaplatzes.
Tina Fassbind
Auf einer Fussgängerinsel in der Mitte der Strasse stehen sie bereit, ...
Auf einer Fussgängerinsel in der Mitte der Strasse stehen sie bereit, ...
Tina Fassbind
Alles zu: Sind die Pfosten in den Löchern eingesetzt, können keine Autos mehr durchfahren.
Alles zu: Sind die Pfosten in den Löchern eingesetzt, können keine Autos mehr durchfahren.
Tina Fassbind
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Fussballspiele zwischen Nationalmannschaften sind eine spannende Sache. In Zürich gilt das auch für die Zeit nach dem Abpfiff. Insbesondere dann, wenn die Länderspiele zwischen Nationen stattfinden, die in der Stadtbevölkerung besonders stark vertreten sind. Dann geht die Party erst richtig los – und das immer auf der Langstrasse. Die Fans strömen in Scharen von überall her in den Kreis 4. Meist im Auto. Hupend, Fahnen schwingend, jubelnd. Die Party auf Rädern verursacht nicht nur viel Lärm, die Mischung aus feiernden Fanscharen und fahrenden Autos birgt auch ein gewisses Sicherheitsrisiko.

Doch mit derlei Mischverkehr ist es nun vorbei sein. Seit Ende Oktober befinden sich an der Ecke Langstrasse/Stauffacherstrasse gleich beim Helvetiaplatz drei runde Aussparungen auf der Fahrbahn, in welche die Polizei Pfosten einsetzen und mit einem Schlüssel abschliessen kann. Damit ist es möglich, die Strecke im Bedarfsfall bis zur Gleisunterführung abzusperren.

Bereit für den Einsatz: Die Pfosten können jederzeit von der Fussgängerinsel entfernt und auf der Strasse montiert werden. (Bild: Tina Fassbind)
Bereit für den Einsatz: Die Pfosten können jederzeit von der Fussgängerinsel entfernt und auf der Strasse montiert werden. (Bild: Tina Fassbind)

Der Personalaufwand ist geringer

Ein klarer Vorteil aus Polizeisicht, denn bisher haben die Beamten jeweils ein sogenanntes Schärengitter aufgestellt, um die Strasse zu blockieren. «Dieses mussten wir zusätzlich mit einem Polizisten sichern, weil solche Abschrankungen beiseitegeschoben werden können», sagt Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei Zürich. Die neuen Pfosten lassen sich nun innert Minuten montieren, und es sei kein weiterer personeller Aufwand nötig.

Die mobilen Pflöcke kommen laut Cortesi zum Einsatz, wenn beispielsweise auf der Strecke eine Demonstration stattfindet, oder das Caliente-Festival. «Sie können aber auch eingesetzt werden, um im Anschluss an eine Sportveranstaltung Autokorsos durch die Langstrasse zu verhindern.» Ob dies am Donnerstag der Fall sein wird, wenn die Schweizer Nationalmannschaft in Belfast gegen Nordirland antritt, steht derzeit noch nicht fest.

Keine Absicherung gegen Terroranschläge

Mit einer Absicherung gegen Terroranschläge haben die neuen Pfähle laut Cortesi «absolut gar nichts» zu tun. Dazu gebe es in der Stadt Zürich andere Konzepte. «An Grossanlässen wie zum Beispiel an der Street Parade sichern wir Strassenzüge mit beweglichen Elementen wie Lastwagen.» Momentan sind Cortesi keine konkreten Pläne bekannt, dass einzelne Plätze oder Strassen in der Stadt Zürich mit Pollern gegen Terroranschläge gesichert werden sollen. «Das Thema ist aber in Diskussion, und es bestehen diesbezüglich auch politische Anfragen.»

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