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Sensationen aus der Tiefe des Raums

Die Archäobotanikerin Christiane Jacquat will das einst international hochangesehene Botanische Museum Zürich wieder aufblühen lassen. Die Exponate findet sie zuhauf – im Keller des Instituts für Pflanzenbiologie.

Natürliche Kunst: Das Papiermaché-Modell der Wohlriechenden Reseda ist Lehrstoff und Kunst zugleich. Es lässt sich auseinandernehmen.
Natürliche Kunst: Das Papiermaché-Modell der Wohlriechenden Reseda ist Lehrstoff und Kunst zugleich. Es lässt sich auseinandernehmen.
Ruedi Habegger, Basel
Skurrile Post: Die Kokosnuss wurde unverpackt aus Indien an Hans Schinz, den Direktor des Botanischen Gartens, geschickt.
Skurrile Post: Die Kokosnuss wurde unverpackt aus Indien an Hans Schinz, den Direktor des Botanischen Gartens, geschickt.
Ruedi Habegger, Basel
Unvergänglich: Dieser Mäusedorn hat im Alkoholbad zwar seine Farbe, nicht aber seine Schönheit verloren. Er ist mit unserem Spargel verwandt.
Unvergänglich: Dieser Mäusedorn hat im Alkoholbad zwar seine Farbe, nicht aber seine Schönheit verloren. Er ist mit unserem Spargel verwandt.
Ruedi Habegger, Basel
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Zürich – Manchmal getraut sich die Archäo­botanikerin Christiane Jacquat kaum mehr in den Keller. Denn der Keller des Instituts für Pflanzenbiologie der Universität Zürich ist eine Wundertüte. Und eine ausgiebige Fundstelle für verloren geglaubte oder noch nie richtig erfasste Objekte aus dem Bereich der systematischen Botanik, der Archäobotanik und der Pflanzenbiologie. So stiess Jacquat dort, eher zufällig, auf uralte Äpfel – klein wie Baumnüsse, verschrumpelt und schwarz. Sie wurden neben anderen prähistorischen Pflanzenresten wohl 1858 bei den ersten Grabungen in der Pfahlbausiedlungen in Robenhausen am Pfäffikersee entdeckt und galten als verschollen.

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