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Sexboxen in Altstetten: Die Freier haben Angst, erkannt zu werden

Der Strassenstrich am Sihlquai soll geschlossen werden. Prostituierte bangen um ihr Geschäft. Freier haben Angst vor zu viel Kontrolle auf dem geplanten Strichplatz in Altstetten.

Modell des neuen Strichplatzes in Altstetten: Auf dem Areal zwischen Aargauerstrasse und Würzgrabenstrasse sollen die Prostituierten künftig anschaffen können.
Modell des neuen Strichplatzes in Altstetten: Auf dem Areal zwischen Aargauerstrasse und Würzgrabenstrasse sollen die Prostituierten künftig anschaffen können.
Tina Fassbind
Die Verrichtungsboxen: Hier können die Frauen ihre Freier befriedigen. Die Kunden fahren direkt mit ihren Autos in die Boxen hinein. Jede Box wird mit einem Alarmknopf ausgestattet – nach dem Modell aus Deutschland.
Die Verrichtungsboxen: Hier können die Frauen ihre Freier befriedigen. Die Kunden fahren direkt mit ihren Autos in die Boxen hinein. Jede Box wird mit einem Alarmknopf ausgestattet – nach dem Modell aus Deutschland.
Tina Fassbind
Der Plan vom neuen Strichplatz. Die Anwohner wurden heute Mittwochmorgen über das Vorhaben informiert.
Der Plan vom neuen Strichplatz. Die Anwohner wurden heute Mittwochmorgen über das Vorhaben informiert.
Tina Fassbind
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Plötzlich rumpelt es. Der Blick krallt sich am blauen WC-Häuschen fest. Die Tür öffnet sich, und ein Mann tritt nach draussen. Eilends entschwindet er. Wenig später folgt eine Frau. Beim Vorübergehen bleibt sie stehen. Mädchenhaft ist ihr Blick – die Frage nicht: «Ficken, blasen?» Kopfschütteln. Gegenfrage. Nein, antwortet sie. Von der Abstimmung am 11. März weiss sie nichts. Sie arbeitet dort, wo sie Geld verdient, gibt sie zu verstehen – ihre Kollegin nickt. «Ich muss. Und hier besser als nach Hause», sagt sie in gebrochenem Deutsch. Sie meint Rumänien, ihre Heimat. Noch keine Woche sind die zwei Frauen hier.

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