Sicher zur Bäckeranlage

Die Stadt will die Sicherheit für die Schüler auf der Stauffacherstrasse verbessern. Auf der wichtigen Verkehrsachse sind mehrere Bauprojekte geplant.

Sicherere Fusswege zum beliebten Quartierzentrum: Die Bäckeranlage im Kreis 4.

Sicherere Fusswege zum beliebten Quartierzentrum: Die Bäckeranlage im Kreis 4. Bild: Wikimedia Commons/MCaviglia

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Es tut sich was an der Stauffacherstrasse. Die wichtige Verkehrsachse im Kreis 4, die das Quartier vom Bullingerplatz bis zur Sihl durchtrennt, wird in den kommenden Jahren schrittweise aufgewertet und punkto Verkehrssicherheit optimiert.

Die Stadt will insbesondere die Sicherheit der Schulwege verbessern. Hierzu sind gleich zwei neuen Fussgängerinseln geplant. Eine davon baut das Tiefbauamt bei der Einmündung zur Engelstrasse. Damit gelangen die Kinder nicht nur sicherer über die Stauffacherstrasse zum Schulhaus Hohl, sondern auch zum Quartierzentrum Aussersihl. Die Umsetzung des Projekts erfolgt gemäss Angaben von Tiefbauamt-Sprecher Stefan Hackh von Juni bis September dieses Jahres.

Auch beim Übergang zum Sekundarschulhaus Feld, das sich ebenfalls unmittelbar neben der Bäckeranlage befindet, ist der Bau einer zweiten Schutzinsel geplant. Gemäss einer Weisung des Stadtrats werden im Zuge der anstehenden Gleis- und Belagsersatzarbeiten zwischen Feldstrasse und Herman-Greulich-Strasse «weitere punktuelle Verbesserungsmassnahmen für den Fuss- und Veloverkehr» geprüft. Für detaillierte Angaben zu diesem Projekt ist es aber gemäss Hackh noch zu früh. Hier müsse man die entsprechende Planauflage abwarten.

Knackpunkt Haltestelle Helvetiaplatz

Ein eigentlicher Knackpunkt bei den Aufwertungsmassnahmen an der Stauffacherstrasse stellt die Tramhaltestelle der Linie 8 beim Helvetiaplatz dar. Hier steigen heute täglich fast 10'000 Personen ein und aus. Mit der Verlängerung der Tramlinie über die Hardbrücke im Jahr 2017 werden diese Frequenzen noch steigen.

Vorläufig wird dort aber nichts geschehen, denn die VBZ will erst 2018 einen Umbau in Angriff nehmen. Geplant ist, dass die Haltestelle dann auf einer Länge von 24 Metern angehoben wird und neu mittig zwischen Anker- und Langstrasse zu liegen kommt, wenn der Helvetiaplatz umgestaltet wird. Denn dieses Grossprojekt hat die Stadt ins Auge gefasst: Sie prüft die Abklassierung dieses Teilstücks in eine Begegnungszone.

In seiner Antwort auf einen entsprechenden Vorstoss der Gemeinderäte Patrick Hadi Huber (SP) und dem inzwischen zurückgetretenen GLP-Fraktionspräsidenten Gian von Planta hält der Stadtrat fest, dass es «der richtige Ort ist, um ein solches Verkehrsregime umzusetzen».

Ausgelöst durch die Motion hat er eine entsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, welche unter der Leitung des Tiefbauamts in Zusammenarbeit mit der Dienstabteilung Verkehr und den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) durchgeführt wurde. Der «früheste Realisierungshorizont» für die Abklassierung liegt aber gemäss Stadtrat im Jahr 2018. Die Stauffacherstrasse gilt heute als regionale Verbindung, was sich durch die Revision des Richtplanes ändern soll. Dabei redet nicht nur die Stadt mit, sondern auch der Kanton. Die öffentliche Auflage der Teilrevision läuft noch bis zum 1. Februar dieses Jahres.

Erstellt: 18.01.2016, 14:06 Uhr

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