Zum Hauptinhalt springen

«Sie dürfen sich auf keinen Fall eine Zigarette am Leuchter anzünden»

Was haben Skateboards mit Weihnachten zu tun und was ist jüdischer Poker? Ein Blick in die Stuben orthodoxer Juden zeigt, wie sie ihre Form von Weihnachten feiern.

Ein Bild zeigt ein Skateboard. An dessen Seiten sind zwei Davidsterne aufgemalt, acht weisse und eine blaue Kerze darauf angeklebt. Hebräische Buchstaben sind mit Glitter über das Brett verteilt. Erlaubt sich hier jemand einen üblen Scherz und nimmt die jüdische Kultur auf die Schippe? Weit gefehlt: Das Skateboard ist Teil eines Wettbewerbes an der jüdischen Schule Noam in Zürich. Die Kleinen sollen ihren ganz persönlichen Chanukka-Leuchter basteln, sozusagen den achtärmigen, kleinen Bruder der Menora, dem berühmten siebenärmigen Leuchter, den auch jeder Nichtjude kennt.

Doch was hat es mit dem Leuchter auf sich, dass sich die Kinder eifrig ins Zeug legen und mit Witz und Phantasie um die Wette basteln? Spurensuche, bei einem, der es wissen muss: Rabbiner Michael Goldberger von der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich. Der Weg zu ihm ist schwer gesichert. Nur wer sich ausweist und seine Taschen öffnet, wird durch die modernen Sicherheitstüren gelassen. «Hier ist noch nie etwas wirklich Schlimmes passiert», meint Goldberger in breitestem Baslerdeutsch, «wohl auch, weil alles gut gesichert ist. Es mag für Besucher eigenartig sein, aber wir haben uns in all den Jahrzehnten daran gewöhnt.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.