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Sie wollte niemanden verpassen – und tat allen gut

Jahrzehntelang erteilte Frieda Bühler im Zürcher HB den Vorbeieilenden ihren Segen. Nun trat sie ihre letzte Reise an.

Bis 2013 ein gewohntes Bild: Frieda Bühler, der Engel vom Hauptbahnhof Zürich, bei ihrer Mission. Foto: Doris Fanconi
Bis 2013 ein gewohntes Bild: Frieda Bühler, der Engel vom Hauptbahnhof Zürich, bei ihrer Mission. Foto: Doris Fanconi

Rundum strömten Passanten vorbei, nur die alte Frau, die sich an ihren Rollstuhl lehnte, stand ruhig. Einen Schal über das graue Haar gezogen, in einen Wintermantel gehüllt, drehte sie ihren Kopf langsam und stetig hin und her. Nirgends blieb ihr Blick hängen, doch schien sie nicht in sich versunken, sondern hoch konzentriert. Dieses Bild gehörte während Jahrzehnten zum Hauptbahnhof Zürich und machte diesen – irgendwie – zu einem besonderen Ort.

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