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«Sieben Weltrekorde in einer Woche»

Der Rekord-Durst von Freddy Nock ist auch nach seiner Zürichsee-Überquerung nicht gestillt. Im nächsten Jahr plant der Hochseil-Artist Grosses.

30 Meter über der Wasserfläche hat der Hochseilartist Freddy Nock am Freitagmittag den Zürichsee im unteren Seebecken überquert. Hunderte Schaulustiger liessen sich das gut zwei Stunden dauernde Spektakel nicht entgehen. Und Nock errang einen neuen Weltrekord.

Ahs und Ohs und stockender Atem: Das sind die Reaktionen, welche Freddy Nock mit seinen waghalsigen Aktionen hervorruft. 900 Meter hatte er vom Zürcher Bellevue bis zum Hafen Mythenquai zurückzulegen - ungesichert und unter sich nichts als Wasser.

Als er kurz vor 15 Uhr unter begeistertem Applaus drüben ankam, hatte der 45-Jährige einen neuen Weltrekord im Sack, seinen sechsten: Noch nie zuvor hatte ein Seiltänzer eine so lange Strecke über freiem Wasser zurückgelegt.

Wind macht Nock zu schaffen

Der in weissen Hosen und weissem T-Shirt - mit Circus-Knie-Logos - gekleidete Artist schien mitten durch den Himmel über Zürich zu gehen. Immer wieder zwang ihn der Wind, anzuhalten, weil das Seil gar zu sehr schwankte.

Mehrmals setzte er sich auf dem Seil hin. Zwölf Pontonboote hatten die Aufgabe, mit seitlichen Abspannseilen das lange Hauptseil zu stabilisieren. Nock gab von oben immer wieder Kommandos zum Versetzen der Abspannseile.

Nock verwendete für seine Seeüberquerung ein Spezialseil, das an beiden Ufern an Kränen befestigt war. Die Aktion war nicht nur ein Weltrekord-Versuch des Artisten, sondern gleichzeitig ein PR-Gag des Circus Knie: Dieser weist damit darauf hin, dass er dieses Jahr nicht wie gewohnt auf dem Sechseläutenplatz gastiert.

Dieser steht wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung. Circuszelt und Zoo stehen deshalb auf der anderen Seeseite, auf der Landiwiese. Das Zürcher Knie-Gastspiel, in dem auch Freddy Nock auftritt - beginnt am 7. Mai und dauert bis zum 6. Juni.

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