So kommen Sie gut durchs Züri-Fäscht

Wie komme ich zum Paradeplatz? Wo die verlorenen Kinder abholen? Mit dem Velo ans Fest? Alle Antworten – und ein Flucht-Tipp.

Wo Sie das Feuerwerk ohne viel Gedränge sehen, zeigt Ihnen eine App.

Wo Sie das Feuerwerk ohne viel Gedränge sehen, zeigt Ihnen eine App. Bild: Doris Fanconi

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Dieses Wochenende ist die Zürcher Innenstadt eine Festhütte. Seit Freitagmorgen ist die Innenstadt gesperrt – es wird aufgebaut. Unermüdlich geben Personenlenker der VBZ Auskunft über die besten Routen durch eine Stadt im Ausnahmezustand. Zwei Millionen Leute werden in den 165 Festwirtschaften, an den 300 Marktständen und diversen Attraktionen erwartet. Für das perfekte Erlebnis gilt es für diese Tage deshalb einiges zu wissen.

Für Ortsunkundige

Wer denkt, das Züri-Fäscht finde nur rund um das Seebecken statt, irrt. Gefäschtet wird auch in der Innenstadt. Das Festgelände umfasst die Seeanlagen von der Saffa-Insel bis zum Bürkliplatz und vom Utoquai über den Stadelhofen bis ans Zürichhorn sowie das Gebiet rund um die Limmat bis zum Hauptbahnhof zwischen Bahnhofstrasse und Altstadt.

Für Autofahrer

Nein, mit dem Auto anreisen ist kein gute Idee. Dieses Wochenende nicht, und eigentlich auch das übrige Jahr nicht. Die Umleitung während des Festes führt über Hegibach- und Klusplatz, Kirche Fluntern, Escher Wyss, Hardbrücke, Seebahn- und Allmendstrasse. Für Unbelehrbare: In diesen Parkhäusern hat es noch freie Plätze.

Für ÖV-Benutzer

Aufs Tram umsteigen, ist an diesem Wochenende einfacher gesagt als getan. Tramfahrer müssen das ganze Wochenende mit Einschränkungen rechnen, die Trams verkehren auf anderen Strecken. Der Trambetrieb der Linien 2, 8 und 11 ist zwischen Stadelhofen–Bellevue–Bürkliplatz–Paradeplatz und derjenige der Linien 4 und 15 zwischen Bellevue bis Central ab Freitagmorgen bis Sonntagabend eingestellt. Die Strecke zwischen Bleicherweg–Paradeplatz–Bahnhofstrasse–Hauptbahnhof wird am Freitag bis 18.30 Uhr bedient. Danach wird auch dieser Abschnitt bis am Sonntagabend nicht mehr bedient. Der ZVV empfiehlt, auf die Bahn auszuweichen. Nach Mitternacht ist auf dem ganzen ÖV-Netz ein Nachtzuschlag nötig.

Für Velo- und Trottinettfahrer

Die Vorstellung, sich per Velo oder Trottinett an die verschiedenen Stationen des Züri-Fäscht zu bewegen, tönt verlockend. Doch Vorsicht: Das Festgelände ist ab Freitagmorgen 6 Uhr bis am Montagmorgen 6 Uhr für sämtliche Velo- und Trottinettfahrer gesperrt. Auch das Abstellen der Fahrzeuge auf dem Areal ist untersagt. Fehlbare Lenker müssen damit rechnen, dass ihr Fahrzeug eingezogen wird. Die Stadt stellt ausserhalb des Festgeländes zusätzliche Veloabstellplätze zur Verfügung. Zudem hat sie eine grosszügige Umleitung um das Seebecken und die Innenstadt signalisiert.

Fahrräder haben am Züri-Fäscht nichts zu suchen. Bild: Urs Jaudas

Für Eltern

Unter zwei Millionen Menschen können Kinder schnell einmal verloren gehen. Die Polizei gibt deshalb vorab auf der Regionalwache City (Bahnhofquai 3) und an den beiden mobilen Polizeiposten beim Bürkliplatz (vor dem Hotel Baur au Lac) und an der Schillerstrasse (zwischen Opernhaus und NZZ-Gebäude) Kinderarmbänder ab, auf denen Eltern ihre Telefonnummer vermerken können. Falls Sie Ihr Kind dennoch verlieren sollten, melden Sie sich an einem der beiden mobilen Polizeiposten. Unbeaufsichtigte Kinder werden dorthin gebracht.

Für Schwimmer

Bei den Temperaturen lockt statt dem Bad in der Menge das Bad im Seebecken. Doch Vorsicht: Zwischen Freitag, 16 Uhr und Sonntag, 24 Uhr ist das Baden im Seebecken eingeschränkt. Nördlich der Linie Wache Wasserschutzpolizei und dem Hafen Riesbach darf nur in Ufernähe gebadet werden.

Übersichtsplan Vorschriften auf dem Zürichsee. Bild: PD

Für Stand-up-Paddler und Schlauchbootfahrer

Wenn Velos und Trotttis schon nicht erlaubt sind, wäre ein Rundgang auf dem Stand-up-Paddle oder im Schlauchboot eine willkommene Alternative. Wäre, denn das Seebecken ist für Stand-up-Paddler und Schlauchbootfahrer nördlich der Linie Wache Wasserschutzpolizei und Hafen Riesbach gesperrt.

Für Böötler

Am schönsten ist das Züri-Fäscht vom Boot aus. Doch nur, wenn man sich an die Regeln hält. Schiffe von 10 Meter Länge und mehr und alle motorisierten Boote dürfen nördlich der Linie Hafen Riesbach bis Wache Wasserschutzpolizei auf der signalisierten Fahrstrasse nur im Gegenuhrzeigersinn verkehren. Segelschiffe dürfen nördlich der Linie Restaurant Fischstube–Saffa-Insel nur ohne gesetzte Segel verkehren. Im Seebecken besteht ein Ankerverbot sowie diverse mit gelben Bojen signalisierte temporäre Sperrzonen. Für die Häfen Enge und Riesbach sowie die Wassertaxianlegestellen am Stadthausquai und Limmatquai bestehen Festmachverbote. Das Ein- und Aussteigenlassen von Personen ist gestattet. Widerrechtlich festgemachte Schiffe werden umgehend kostenpflichtig abgeschleppt.

Für Panikanfällige

Festen ist eins, aber unter so vielen Leuten? Auf der Züri-Fäscht-App werden an den einzelnen Stellen auf dem Festgelände regelmässig die Besucherdichten angegeben.

Für Mobilitätsbehinderte

Vorfahrt haben am Züri-Fäscht all jene, die nicht gut zu Fuss sind. An der Alfred-Escher-Strasse, an der Rämistrasse und an der Waldmannstrasse stehen für mobilitätsbehinderte Fahrzeuglenkende und Behindertentransporte Parkplätze zur Verfügung.

Für Züri-Fäscht-Flüchter

Blick in die Berge von Maschwanden aus. Bild: Doris Fanconi

Ja, es gibt solche, die der ganzen Festerei nichts abgewinnen können. Denen empfehlen wir, spätestens jetzt zu verreisen. Am besten in die Berge, wo sich die Ruhe über dieses Wochenende noch besser anfühlt als sonst. Vielleicht genügt auch bereits der Albis. Vom Hochwacht-Turm aus hat man übrigens einen guten Blick auf das Feuerwerk – gratis.

Erstellt: 05.07.2019, 12:51 Uhr

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