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So schützt man sich in Zürichs Ambulanzen vor dem Coronavirus

Schutz und Rettung Zürich sind für allfällige Corona-Patienten gerüstet. Im Ernstfall kommen Schutzkleidung, Atemmaske und Schutzbrille zum Einsatz.

Zwei Angestellte von Schutz und Rettung Zürich demonstrieren, wie sie sich im Ernstfall gegen das Virus schützen. Video: Tamedia/BRK

Hierzulande gibt es bisher keine bestätigten Fälle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus, doch auch die Schweiz könnte früher oder später betroffen sein. Um allfällige Infizierte transportieren zu können, hat auch die grösste zivile Rettungsorganisation der Schweiz vorgesorgt.

Im Ernstfall liegen in den Rettungswagen von Schutz und Rettung Zürich Schutzkleidung, -masken und -brillen bereit, damit sich die Sanitäter vor einer Infektion schützen können.

Kleider werden entsorgt

Beim Schutzanzug handelt es sich um Einwegkleidung, die nach dem Einsatz entsorgt wird. Die beim Einsatz getragene Kleidung wird im Nachgang gereinigt – gleiches gilt auch für die getragenen Schuhe. Die Mitarbeiter müssen sich duschen und desinfizieren.

Nach dem Einsatz wird auch der Rettungswagen, mit welchem der Patient transportiert wurde, gesäubert – unter anderem mit Wasserstoffperoxid.

Auch Flughäfen bereit

Auch die Schweizer Flughäfen sind für den Ernstfall gerüstet. Auf Massnahmen, etwa Einreise-Screenings, sei die Schweiz vorbereitet, sagt Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im Bundesamt für Gesundheit BAG. Solche Untersuchungen seien aber nur in Koordination mit anderen grossen Drehscheiben in Europa sinnvoll, etwa Amsterdam oder Frankfurt.

Bisher wurden im Referenzlabor in Genf mehrere Verdachtsfälle getestet, darunter auch zwei aus Zürich. Beide Befunde fielen jedoch negativ aus. Das Zentrum für Viruserkrankungen am Universitätsspital Genf ist seit dem 16. Januar in der Lage, Proben auf das neue Coronavirus (2019-nCoV) zu testen. Es hat mittlerweile eine Taskforce eingesetzt, die täglich – auch am Wochenende – Tests durchführen kann.

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Wie das BAG bekannt gab, sind auf Grund der Daten von hospitalisierten Patienten eher ältere Menschen sowie Menschen mit Grunderkrankungen durch das Virus gefährdet. Erkrankungen bei unter 30-Jährigen oder Kindern seien bislang kaum bekannt. Angesichts der sich stündlich ändernden Zahlen seien solche Zahlen aber «mit Vorsicht zu betrachten».

Konkrete Empfehlungen macht das BAG bis auf die auch für die saisonale Grippe geltenden Ratschläge bisher nicht, wegen des zurzeit geringen Risikos, sich in der Schweiz anzustecken. Bei Reiseempfehlungen will sich das BAG auf die Weltgesundheitsorganisation WHO abstützen.

Bislang gibt es über 4600 bestätigte Fälle und 106 Todesfälle durch das neue Virus (hier gehts zum News-Ticker). Die Lage sei allerdings unübersichtlich und Neuigkeiten «sehr schnelllebig», so das BAG. Man gehe davon aus, dass die bekannten Zahlen «bei weitem» nicht der Realität entsprächen und die Dunkelziffer hoch sei.

Video: Coronavirus – Was bisher bekannt ist.

SDA/ap

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