Atlantis taucht wieder auf

Der Wellnessbereich im neuen Hotel Atlantis soll dereinst auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

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Das neue Luxushotel am Fuss des Uetlibergs nimmt langsam Gestalt an. Das Baugerüst ist inzwischen verschwunden, das Betongrau der Gebäudefassade ist einem helleren Farbton gewichen.

Rund zwei Jahre lang wurde das Gebäude aus den 60er-Jahren erneuert. Noch sind die Bauarbeiten nicht abgeschlossen. Das Atlantis wird erst am 1. Dezember dieses Jahres unter der Führung der Giardino Group wieder eröffnet, die in Ascona und Champfèr bereits zwei Fünfsternhäuser betreibt. Doch schon jetzt steht fest, dass nicht nur Hotelgäste später vom Angebot des Luxushotels profitieren können.

Tageskarten und Memberships

Der neue Spa-Bereich Dipiù soll nämlich dereinst allen offenstehen. «Für Gäste, die nicht im Atlantis logieren, besteht die Möglichkeit, einen Tagespass für den Spa-Bereich zu kaufen. Damit haben sie Zugang zu Poolanlage, Dampfbad, Saunalandschaft, Fitness- und Ruheraum», sagt Philippe Frutiger, CEO der Giardino Group.

Geplant ist auch der Verkauf einer begrenzten Anzahl Memberships, mit denen Mitglieder das Spa- und Fitnessangebot unbegrenzt nutzen können. «Allerdings möchten wir zunächst erste Erfahrungen sammeln, inwieweit wir die Infrastruktur mit unseren Hotelgästen auslasten können.» Wie hoch die Preise für Tagespass und Membercard sind, steht derzeit noch nicht fest.

Bar für alle offen

Wiedikon kommt somit in den Genuss einer neuen Spa-Landschaft mit Indoor- und Outdoorpool. Auch sogenannte Treatments wie Massagen oder Gesichtsbehandlungen können von Nichthotelgästen gebucht werden. Daneben sind sämtliche Restaurants und Bars des Hotels öffentlich zugänglich – also auch die gleich neben dem 25-Meter-Aussenbecken gelegene Ocean Bar.

Ob es vor der Eröffnung eine Möglichkeit geben wird, an einem Tag der offenen Tür einen Blick in die Hotelzimmer zu werfen, die je nach Kategorie immerhin zwischen 34 und 250 Quadratmeter gross sind, ist allerdings noch unklar.

Verzögerte Eröffnung

Ursprünglich sollte das Fünfsternhotel Ende 2014 seine Tore öffnen. Doch die Bauarbeiten dauerten länger als geplant und sorgten immer wieder für Schlagzeilen. So wurde die zulässige Höhe der Aufbauten auf dem Dach des Hauses überschritten, was im vergangenen Oktober zu einem Baustopp führte.

Auch die Attikawohnung des Hotels gab zu reden: Im September 2013 eröffnete der Bezirksrat Zürich ein Verfahren gegen den Besitzer des neuen Luxushotels. Es bestand der Verdacht, dass die oberste Etage des Atlantis künftig nur ihm vorbehalten sein könnte, was gegen die Lex Koller verstossen hätte. Im März hat der Bezirksrat das Verfahren jedoch eingestellt, als klar wurde, dass die Suiten im Dachgeschoss grundsätzlich auch von anderen Gästen gebucht werden können.

Aber nicht nur die Querelen um die Dachsuiten bremsten den Umbau temporär aus. Die Gewerkschaft Unia liess im Februar die Arbeiten vorübergehend einstellen, weil Gipser für ein Subunternehmen zu «absoluten Dumpinglöhnen» tätig gewesen seien. Gemäss Angaben der Unia habe sich rund die Hälfte der involvierten Generalunternehmungen bereit erklärt, diese Lohnausstände sicherzustellen. Momentan berechnet ein unabhängiger Treuhänder die Höhe der ausstehenden Löhne.

Erstellt: 16.09.2015, 11:02 Uhr

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Der Umbau des Atlantis

Der Umbau des Atlantis Das Hotel Atlantis am Fuss des Uetlibergs wird seit Mitte 2013 umgebaut. Verfahren, Baustopps und Streiks verzögern die Eröffnung des Luxushotels.

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