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So soll das Bundesasylzentrum in Zürich-West aussehen

Wohnlich, dörflich, geschützt, zweckmässig – die Stadt Zürich hat die Pläne für das neue Bundesasylzentrum auf dem Duttweiler-Areal vorgestellt. Das letzte Wort hat das Stimmvolk.

So sieht das Gebiet heute aus.
So sieht das Gebiet heute aus.
Sophie Stieger
Im Hintergrund die Kunsthochschule oder...
Im Hintergrund die Kunsthochschule oder...
Sabina Bobst
Während des Aufenthalts im Asylzentrum können die Asylsuchenden Sprachkurse besuchen: Blick in das Asylzentrum Juch. (2014)
Während des Aufenthalts im Asylzentrum können die Asylsuchenden Sprachkurse besuchen: Blick in das Asylzentrum Juch. (2014)
Steffen Schmidt, Keystone
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Das Projekt wurde unter Mitwirkung des Staatssekretariates für Migration (SEM) erarbeitet. Dieses gab etwa das Betriebs- und das Nutzungskonzept vor. Im Bundesasylzentrum neben dem Toni-Areal im Zürcher Kreis 5 sollen ab 2020 für maximal 25 Jahre 360 Asylsuchende untergebracht werden.

«Wir wollen ein Zentrum mit Dorfcharakter», sagte der Zürcher Sozialvorsteher Raphael Golta (SP) heute Donnerstag vor den Medien. Es brauche einen Baukomplex mit guter Wohnqualität, in dem die Sicherheit gewährleistet sei, doppelte sein Amtskollege, Hochbauvorsteher André Odermatt (SP), nach.

Das neue Zentrum dient als Ersatz für die derzeitigen Unterkünfte auf dem Juch-Areal in Zürich-Altstetten, wo seit Januar 2014 das beschleunigte Verfahren getestet wird. Mit der Revision des Asylgesetzes, über die am 5. Juni abgestimmt wird, soll dieses Verfahren definitiv eingeführt werden.

Offener, heller Innenhof

Die Stadt Zürich und der Bund hatten im Mai 2015 eine entsprechende Vereinbarung für ein neues Bundesasylzentrum unterzeichnet. Dieses sieht vor, dass die Stadt das Zentrum baut und der Bund es für 15 Jahre – mit zweimaliger Verlängerungsmöglichkeit um je 5 Jahre – kostendeckend mietet.

Die 360 Asylbewerber – zumeist Familien und Einzelpersonen, die ein Asylgesuch gestellt haben – werden durch den Kanton dem Aufnahmekontingent der Stadt Zürich angerechnet. Vorgesehen ist ein dreigeschossiges Gebäude um einen Innenhof. Das Projekt ausarbeiten und realisieren wird ein Totalunternehmer. Interessenten können sich ab morgen Freitag um den Auftrag bewerben.

Volksabstimmung im Herbst 2017

Obwohl die Kosten vollumfänglich vom Bund getragen werden, tritt die Stadt Zürich als Bauherrin auf, das Baugesuch wird morgen Freitag publiziert. Dadurch bleiben die demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten der Stadtbevölkerung gewährleistet. Über den Objektkredit entscheiden müssen das Stadtparlament und die Stimmberechtigten.

Die Volksabstimmung ist für den Herbst 2017 vorgesehen. Mit dem Bau kann frühestens 2018 begonnen werden. Über die Höhe der Kosten konnten die zuständigen Stadträte noch keine Angaben machen. «Sicher über 20 Millionen Franken», sagte Hochbauvorsteher Odermatt. «Wir suchen das beste und günstigste Angebot.»

Einspracheberechtigt bei einem solchen Projekt ist nur die direkte Nachbarschaft. Man habe im Quartier bereits Gespräche geführt, sagte Sozialvorsteher Golta. «Die Stimmung ist positiv und offen.»

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