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So viele Zürcher Babys wie seit 46 Jahren nicht mehr

4920 Babys sind letztes Jahr in der Stadt Zürich zur Welt gekommen. Das sind so viele wie in den Babyboom-Jahren. Die Eltern werden im Durchschnitt immer älter – und «schweizerischer».

Immer mehr kleine Racker: Über die Hälfte der kleinsten Zürcherinnen und Zürcher hat im Triemli und im Unispital das Licht der Welt erblickt.
Immer mehr kleine Racker: Über die Hälfte der kleinsten Zürcherinnen und Zürcher hat im Triemli und im Unispital das Licht der Welt erblickt.
Thomas Burla

1967 wurden 5093 Kinder mit Wohnsitz in der Stadt Zürich geboren, ein Jahr später waren es noch 4777. Rekordgeburtsjahr war 1961 mit 6147 Babys. In den Jahren darauf nahm die Zahl leicht ab, um dann ab 1964 – parallel zur Verbreitung der Pille – drastisch auf 2871 Kinder im Jahr 1977 zu sinken. Die Zahlen dümpelten dann jahrelang zwischen rund 2800 und 3000 Geburten. Erst ab Ende der 1980er-Jahre gings wieder aufwärts (siehe Grafik rechts).

Laut Statistik waren die Mütter der 4920 Babys im Jahr 2013 im Mittel 32,4 Jahre alt, die Väter 35,5 Jahre. Noch 1993 war mehr als jede zweite Mutter bei der Geburt jünger als 30 Jahre, heute ist es nur noch rund ein Viertel. Etwas mehr als ein Drittel der Mütter war 35 oder älter – doppelt so viele wie 1993.

Mehr Deutsche, weniger Tamilen

Die Geburtenzahl von Schweizer Müttern ist seit 2002 wieder deutlich angestiegen: 2013 hatten in der Stadt Zürich 53 Prozent der Neugeborenen eine Schweizer Mutter. Zwei Drittel der Neugeborenen besassen die Schweizer Nationalität. Was die Kinder mit ausländischem Pass betrifft, so stammten von 1993 bis 2007 die meisten Babys von Müttern aus Südosteuropa. Ab 2008 nahmen die Kinder deutscher Frauen den ersten Platz ein. Die Geburtenzahlen von deutschen Müttern stiegen seit 1993 besonders deutlich. Am stärksten zurückgegangen sind die Geburtenzahlen von Müttern aus Sri Lanka und aus Südosteuropa, wie es in der Mitteilung von Statistik Stadt Zürich von heute Mittwoch heisst.

Was Schulhaus-Bauer interessieren muss: Laut Statistik Stadt Zürich wurden seit 1993 bei weitem mehr Babys geboren als Kleinkinder wegzogen. Die Zahl der unter einjährigen Kinder in der Stadt nahm um 40 Prozent zu. Das ist viermal so viel wie die Zunahme der Gesamtbevölkerung. Der Anstieg der Geburtenziffer war in sämtlichen Stadtquartieren zu beobachten.

Mehr Zwillinge, weniger Sonntagskinder

Zwischen 1993 und 2013 kamen im Mittel 10,5 Kinder pro Tag zur Welt. Am Wochenende waren es aber deutlich weniger: Im Vergleich mit den übrigen Wochentagen lag die Wahrscheinlichkeit, an einem Samstag oder Sonntag geboren zu werden, 14,5 respektive 18,0 Prozent tiefer. Dieser Unterschied nahm während der vergangenen Jahre zu, was auf mehr Kaiserschnitte hindeutet.

Im Winter kamen jeweils weniger Kinder zur Welt als im Sommer. Der Spitzenmonat ist der Juli. Anteilsmässig deutlich zugenommen hat die Zahl der Mehrlingsgeburten. Diese Entwicklung lässt sich teilweise durch das gestiegene Alter der Mütter bei der Geburt erklären.

SDA/pu

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