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So werden die Labitzke-Besetzer bestraft

Hausfriedensbruch, Nötigung sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte: Die Besetzung des Zürcher Labitzke-Areals hat für mehr als 20 Personen ein juristisches Nachspiel.

Kaum ist die Räumungsaktion der Polizisten auf dem Labitzke-Areal beendet, nehmen die Bagger den Abbruch in Angriff.
Kaum ist die Räumungsaktion der Polizisten auf dem Labitzke-Areal beendet, nehmen die Bagger den Abbruch in Angriff.
Stefan Hohler
Die Polizei verhaftet die letzten Besetzer des Labitzke-Areals mit Hilfe der Feuerwehr und einer Drehleiter.
Die Polizei verhaftet die letzten Besetzer des Labitzke-Areals mit Hilfe der Feuerwehr und einer Drehleiter.
Johannes Dietschi, newspictures
Klare Aussage: «Nach der Räumung sitzen wir auch auf der Strasse, darum setzen wir uns auf die Strasse. Wir lassen uns nicht verdrängen und leisten Widerstand.» (5. August)
Klare Aussage: «Nach der Räumung sitzen wir auch auf der Strasse, darum setzen wir uns auf die Strasse. Wir lassen uns nicht verdrängen und leisten Widerstand.» (5. August)
Stefan Hohler
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Die Staatsanwaltschaft Zürich hat 21 Personen im Zusammenhang mit dem bis letzte Woche besetzten Labitzke-Areal zu bedingten Geldstrafen und Bussen verurteilt, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda hiess. Alle sind aber wieder auf freiem Fuss. Vier Besetzer wurden wegen Hausfriedensbruch verurteilt. Bei fünf weiteren kam zum Straftatbestand Hausfriedensbruch auch noch Gewalt und Drohung gegen Beamte dazu. In einem Fall wurde noch nicht entschieden. Diese zehn Besetzer widersetzten sich am vergangenen Donnerstag der Räumung des Fabrik-Areals.

Weitere zwölf Strafbefehle gab es gegen jene Besetzer, die am Dienstag vor der Räumung die Hohlstrasse blockiert hatten. Sie wurden wegen Nötigung und Teilnahme an einer unbewilligten Demonstration verurteilt. Gegen drei weitere Blockade-Teilnehmer ist bereits in anderen Kantonen ein Verfahren hängig, weshalb diese dorthin weitergeleitet wurden.

Zwischen 150 und 180 Tagessätze

Gemäss dem zuständigen Staatsanwalt betragen alle bedingten Geldstrafen zwischen 150 und 180 Tagessätze, wobei sich die Höhe des einzelnen Tagessatzes nach dem Wohlstand der Verurteilten richtet.

Die meisten Verurteilten sind Schweizer aus dem Kanton Zürich. Einige wenige kamen aus umliegenden Kantonen auf das besetzte Areal. Vereinzelte haben offiziell keinen festen Wohnsitz.

Mobimo muss Abfallentsorgung selber bezahlen

Auf dem einst besetzten Areal waren am Montag immer noch die Aufräumarbeiten im Gang. Die Immobilienfirma Mobimo, die das Gelände überbauen will, rechnet mit Abfall-Entsorgungskosten von rund 150'000 Franken, wie es dort auf Anfrage hiess.

Bezahlen muss die Entsorgung die Mobimo selber. Weil der Abfallberg auf privatem Areal liegt, ist der Staat nicht zuständig.

SDA/thu

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