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Spartakus lebt, sogar in Zürich

Die Geschichte ist lange und kompliziert. Und jeden Tag kommt mehr Stoff dazu.

In der S-Bahn sass ich neben zwei Jugendlichen, etwa im Alter, wo man die Matura macht. Ich glaube, sie kamen gerade aus einer Geschichtsstunde und fanden es eine Zumutung, dass sie so viele Namen und Einzelheiten lernen müssen, Ereignisse, die weit weg sind und schwer zu verstehen. «Ich habe den Faden verloren», sagte die junge Frau, «all diese Morde und Verschwörungen, dann dieser Aufstand.» «Spartakusaufstand», sagte der junge Mann.

Ihr Thema war offenbar Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, vor hundert Jahren, als das Kaiserreich zusammenbrach. Die Gesellschaft war aus den Fugen, die Arbeiter träumten vom kommunistischen Paradies und wollten die Macht übernehmen. Sie hatten sich organisiert im Spartakusbund, benannt nach dem Anführer des römischen Sklavenaufstands. Und wie Spartakus sind die Arbeiter gescheitert.

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