Balthasar Glättli zieht sich zurück

Der Spitzenmann der Grünen nimmt sich aus dem Rennen um einen Sitz in der Stadtzürcher Regierung. Er gibt einer Kandidatin den Vortritt.

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Bei den Grünen der Stadt Zürich sind zwei wichtige Vorentscheidungen für die Stadtratswahlen vom kommenden März gefallen: Gemeinderätin Karin Rykart Sutter gibt offiziell bekannt, dass sie sich für die Kandidatur zur Verfügung stellt. Die 46-jährige Soziologin sitzt seit elf Jahren im Parlament und amtet als Fraktionspräsidentin. Ihr Interesse am Stadtrat erklärt sie mit ihrer Freude an der lokalen Politik und an der Untervertretung von Frauen in der Zürcher Exekutive. Nur zwei von neun Stadtratsmitgliedern sind derzeit weiblichen Geschlechts.

Dies ist für Nationalrat Balthasar Glättli ein Grund, auf eine Kandidatur zu verzichten, wie er auf seiner Website bekannt gibt. Glättli ist bisher immer als einer der aussichtsreichsten Kandidaten gehandelt worden. Das Amt würde ihn auch wirklich reizen, sagt er, doch könnten es sich die Grünen angesichts dieser Ausgangslage nicht leisten, neben dem wiederkandidierenden Daniel Leupi mit einem zweiten Mann anzutreten. Dies insbesondere auch deshalb, weil mit Karin Rykart eine geeignete Kandidatin bereit sei.

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Der zweite Grund, warum er nicht Stadtrat werden will, ist laut Glättli die Bundespolitik, wo die Grünen nach der letzten Wahlniederlage Köpfe mit viel Erfahrung brauchen.

Die Grünen werden an ihrer Mitgliederversammlung am 4. Juli entscheiden, mit wem sie den 2014 verlorenen zweiten Sitz im Stadtrat zurückerobern wollen. Als Kandidaten sind auch Nationalrat Bastien Girod und Gemeinderat Markus Knauss im Gespräch. Im Juni wird die Strategiegruppe unter Parteipräsident Felix Moser ihren Vorschlag präsentieren.

Gibt seinen Verzicht bekannt: Nationalrat Balthasar Glättli begründet im Video seinen Entscheid. Video: Youtube

Erstellt: 18.04.2017, 11:23 Uhr

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