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Sprayer Naegeli darf «Totentanz» vollenden

Der Künstler darf überraschend wieder zur Spraydose greifen. Ob er sein Werk vollenden kann, ist aber ungewiss.

Bisher unvollendet: Ausschnitt aus dem «Totentanz» in den Grossmünstertürmen. Foto: Enzo Lopardo
Bisher unvollendet: Ausschnitt aus dem «Totentanz» in den Grossmünstertürmen. Foto: Enzo Lopardo

Harald Naegeli, der Sprayer von Zürich, darf seinen «Totentanz» im Turm des Grossmünsters nun doch vollenden. Weil er sich nicht an Vorgaben gehalten hatte, stoppte Ex-Baudirektor Markus Kägi (SVP) die Arbeiten des Künstlers. Naegeli sprayte seine Figuren über die vorgesehenen Perimeter hinaus.

Nun hat Kägis Nachfolger, der Grüne Martin Neukom, dem legendären Street-Art-Künstler grünes Licht gegeben. Er darf seine Strichmännchen im Grossmünster ohne Auflage fertigstellen. Dies geht aus einem Schreiben von Ex-Kantonsbaumeister Stefan Bitterli an Naegeli hervor, das dem TA vorliegt.

Der Entscheid kommt eher überraschend. Im vergangenen Juni schrieb Neukom in einem Mail an den Künstler: «Ich biete Hand, dass Sie an dem Projekt weiterarbeiten können, jedoch nur im ursprünglich vorgesehenen Rahmen.» Er sprach sich also gegen eine neue Vereinbarung mit Naegeli aus. Neukom schloss sein Mail mit den Worten: «Es tut mir leid, wenn ich Sie hiermit enttäusche, aber als Kanton müssen wir darauf achten, für unsere Bürger verlässlich zu sein und uns an einmal geschlossene Vereinbarungen und Abmachungen zu halten.»

Naegeli freut sich nun über die Wende bei der Baudirektion und den positiven Bescheid. Das ist «phantastisch», schreibt er in seiner Antwort. Ob der schwer kranke Künstler das Werk aber vollenden kann, ist ungewiss.

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