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Staatsanwältin fordert Verwahrung für Frauenpeiniger

Das Urteil gegen den Gewalttäter Drime Tenzin* wird am nächsten Dienstag eröffnet.

Gutachter Gmür, Staatsanwältin Wiederkehr, Richter Nuotclà und der Angeklagte Tenzin (v. l.).
Gutachter Gmür, Staatsanwältin Wiederkehr, Richter Nuotclà und der Angeklagte Tenzin (v. l.).
Illustration: Linda Graedel

Der Auftritt des Gutachters Mario Gmür als Zeuge war mit Spannung erwartet worden. Würde er bei seiner Ansicht bleiben, dass Drime Tenzin* nur unter Alkoholeinfluss gewalttätig sei? Dass er also keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstelle, wenn man mit einer engmaschig kontrollierten, medikamentösen Behandlung sicherstelle, dass er abstinent lebe? Und dass er zwar unter einer Persönlichkeitsstörung leide, diese aber therapierbar sei? Gmür antwortete unverbindlich. Eine «erfolgreiche Psychotherapie» sei «grundsätzlich geeignet, die Rückfallgefahr in den Alkoholrausch und damit die Delinquenz zu verhindern». Anderseits seien Persönlichkeitsstörungen wie bei Tenzin «schwierig» und «mit eher beschränkten Erfolgsaussichten zu behandeln».

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