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Stadt senkt Preise für Zürcher «Velopalast»

14 Millionen kostete der Bau der Velostation am HB. Doch sie blieb halb leer. Jetzt reagiert die Stadt.

Auslastung blieb unter den Erwartungen: Die Velostation am Zürcher Hauptbahnhof. Foto: Reto Oeschger
Auslastung blieb unter den Erwartungen: Die Velostation am Zürcher Hauptbahnhof. Foto: Reto Oeschger

Der Stadtrat reduziert den Preis für das Jahresabo in der Velostation am Zürcher Hauptbahnhof um einen Drittel. Wie er heute Mittwoch in einer Mitteilung schreibt, soll ein Abo ab dem 1. Januar 2020 nur noch 120 Franken kosten, anstatt wie bisher 180 Franken.

Mit der Preissenkung versucht die Stadtregierung die Auslastung in der unterirdischen Anlage zu erhöhen. Heute liegt diese nur bei rund 55 Prozent, was nicht den Erwartungen der Stadt entspricht. «Die ursprüngliche Prognose sah vor, dass die Abonnementszahlen in den ersten fünf Betriebsjahren (2017–2022) laufend zunehmen würden», schreibt der Stadtrat. Das war aber in den ersten beiden Betriebsjahren seit der Eröffnung des 14 Millionen Franken teuren Baus nicht der Fall.

Das Ziel wurde unter anderem deshalb verfehlt, weil der Gemeinderat weiterhin ein «Bedarfsgerechtes Angebot an Gratisveloabstellplätzen am Hauptbahnhof» forderte, schreibt der Stadtrat. Daraufhin wurden die oberirdischen Gratisveloplätze nicht wie geplant aufgehoben. Diese sind heute weiterhin überfüllt, während es unterirdisch noch Platz hätte.

Kein kostendeckender Betrieb

Ein weiterer Punkt für die schlechte Auslastung war laut Stadt der hohe Preis fürs Einstellen von Fahrrädern. Im landesweiten Vergleich gehörte die Velostation in Zürich bislang zu den teuersten. Das ändert sich nun mit der Preissenkung, zumindest für die Jahresabos. Pro Tag kostet das Veloparkhaus am HB weiterhin 2 Franken. Insgesamt zeigt sich die Stadt aber mit dem operativen Betrieb der Anlage zufrieden. Die Nutzer schätzten das Angebot und den direkten Zugang zu den Gleisen (wieso ein solcher Zugang wichtig ist, lesen Sie hier).

Das neue Preisregime hat auch Folgen auf die Kostendeckung. Anders als ursprünglich geplant, wird der Betrieb für die Stadt künftig nicht durch die Einnahmen gedeckt werden können.

Welche Veloständer am Zürich HB werden genutzt und weshalb? Video: Lea Blum/Sacha Schwarz

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