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Stadtrat fällt Entscheid zum Rosengartentunnel-Projekt

Linksgrüne Kräfte versuchten die Stadtregierung von ihrer Haltung zum Rosengartentunnel abzubringen. Sie scheiterten.

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Im Februar wird abgestimmt: So stellt sich die Stadt die Rosengartenstrasse dereinst vor. Visualisierung: Architron
Im Februar wird abgestimmt: So stellt sich die Stadt die Rosengartenstrasse dereinst vor. Visualisierung: Architron

Der Druck der linksgrünen Stadtparteien war gross. Sie forderten von ihren Regierungsmitgliedern, dass diese den geplanten Rosengartentunnel ablehnen. Vergeblich. Heute Mittwoch hat der Stadtrat seine bisherige Haltung zum 1,1-Milliarden-Franken-Projekt bekräftigt. Für die Abstimmung vom 9. Februar empfiehlt er ein Ja.

Es ist ein Ja mit grossem Aber. In der Mitteilung betont der Stadtrat, dass er Vor- und Nachteile abwiegen musste. Aktiv am Wahlkampf will sich die Stadtregierung nicht beteiligen.

Häuser müssen dem Tunnelportal weichen

Als Vorteile des Projekts nennt der Stadtrat, dass Zürich zwei wichtige Tramlinien erhalte und das Quartier von «übermässigem Lärm» befreit werde. Wichtig ist dem Stadtrat auch, dass die Verkehrsmenge das heutige Niveau von 56'000 Autos pro Tag auch nach dem Bau des Tunnels nicht überschreiten wird. Bisher fehlt allerdings eine offizielle Garantie des Kantons für eine solche Limite.

Als Nachteil nennt der Stadtrat, dass die Bauarbeiten Wipkingen belasten werden und mehrere Wohnhäuser den Tunnelportalen weichen müssen. «Zudem bringt der Tunnel trotz hohen Investitionskosten – abgesehen vom Ausbau des öffentlichen Verkehrs, der den künftigen Mehrverkehr aufnimmt – keinen nennenswerten Mehrwert zur Erreichung der Klimaziele, da die Menge des motorisierten Individualverkehrs nicht abnimmt», heisst es in der Mitteilung.

SP, Grüne, GLP und AL bekämpfen das Verkehrsprojekt. Kürzlich haben auch die kantonalen CVP-Delegierten Nein gesagt. Dahinter stehen SVP, FDP und EVP.

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