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Stadtrat will keinen Veloweg auf der Hardbrücke

Der Zürcher Stadtrat nimmt erneut einen Anlauf, den Gemeinderat davon zu überzeugen, dass ein Veloweg über die Hardbrücke zu teuer und zu gefährlich sei.

Der Veloweg über die Hardbrücke ist umstritten: Arbeiten im November 2010 bei der Auffahrtsrampe Geroldstrasse.
Der Veloweg über die Hardbrücke ist umstritten: Arbeiten im November 2010 bei der Auffahrtsrampe Geroldstrasse.
Keystone

Der Stadtrat beantragt, eine 2005 eingereichte Motion abzulehnen, die den Veloweg über die Hardbrücke verlangt.

Der Stadtrat ist mit seinem Anliegen bereits mehrfach gescheitert. 2006 hatte er dem Gemeinderat beantragt, die Motion von Grünen und CVP in ein weniger verbindliches Postulat umzuwandeln. Davon wollte das Parlament aber nichts wissen.

Es verlangte 2007 vom Stadtrat, eine Weisung auszuarbeiten, wonach während der Sanierung der Hardbrücke auch ein Veloweg gebaut werde. Nach zwei Jahren machte der Stadtrat von seinem Recht Gebrauch, zu beantragen, die Motion abzuschreiben, weil sie nicht umzusetzen sei.

Immer noch kein Veloweg auf der Brücke

Auch dieses Mal mochte ihm der Gemeinderat nicht folgen. Er räumte dem Stadtrat 2010 eine Nachfrist ein, um den Auftrag doch noch zu erfüllen. Jetzt legt die Stadtregierung das Ergebnis ihrer Arbeit vor. Es lautet erneut: Der Veloweg kann weder auf der bestehenden Hardbrücke realisiert werden, noch kann ein separater Veloweg auf Brückenhöhe - neben der Brücke - gebaut werden.

Der Stadtrat begründet seinen erneuten Antrag, die Motion abzuschreiben damit, dass auf der Hardbrücke, die derzeit saniert wird, neu eine Extraspur für den öffentlichen Verkehr entstehe. Neben den Fahrbahnen für den Autoverkehr und der Busspur sei kein Platz mehr für einen Veloweg.

Die Busspur könne nicht für Velos freigegeben werden, weil das für die Velofahrer zu gefährlich sei. Sie befänden sich ständig zwischen den Bussen und könnten nicht ausweichen. Zudem behinderten sie den Busverkehr.

Zu niedrig

Ein neuer, zusätzlich zur bestehenden Brücke gebauter Veloweg wiederum bräuchte Auffahrtsrampen auf die Brücke. Diese müssten für die geforderte Verbindung zwischen Hard- und Bucheggplatz unter den bestehenden Autoauffahrten hindurchgeführt werden. Das sei nicht möglich, weil dafür die Höhe zwischen Strasse und darunterliegendem Strassenraum nicht ausreiche.

Es werde aber einen durchgehender Veloweg zwischen Hard- und Bucheggplatz geben, so der Stadtrat. Allerdings führe dieser nicht über die Hardbrücke. Er werde beim Bahnhof Hardbrücke über bestehende Rampen zur tiefer liegenden Hardstrasse geführt.

SDA/miw

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