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Stadtraum weckt Träume

Auf Einladung von Kanton und Stadt sammelten Zürcher Ideen für die Zukunft des Kasernenareals. Visionen waren dabei nicht gefragt. Der Tenor: Mehr kreativer Freiraum, weniger Verdichtung.

Die Vision von Architekt und Städteplaner Walter Hunziker «Sihl-Park». Der neue Stadtraum ist schiffbar mit einer Verbindung zum See via Schanzengraben/Limmat. Weiter bietet die Vision Wasserspiele, zwei Türme für Hotel, Büros und Freeage-Wohnen. Das Zeughausareal wird in eine Kultur- und Kongressanlage verwandelt.
Die Vision von Architekt und Städteplaner Walter Hunziker «Sihl-Park». Der neue Stadtraum ist schiffbar mit einer Verbindung zum See via Schanzengraben/Limmat. Weiter bietet die Vision Wasserspiele, zwei Türme für Hotel, Büros und Freeage-Wohnen. Das Zeughausareal wird in eine Kultur- und Kongressanlage verwandelt.
Walter R. Hunziker, Meilen
Walter Hunziker: «Die Stadt ruft  nach  Ideen und verbietet gleichzeitig jede Änderung. Ideenskizzen sollen zeigen, was möglich ist. Es braucht zuerst Bilder der Zukunft, die Enthusiasmus entfachen, nachher muss man sich an die Realität anpassen. Wenn man auf Imagination  verzichtet und sich nur auf herrschende, durch Kompromiss entstandene Regelwerke bezieht, dann kann nur mediokres Machwerk entstehen.»
Walter Hunziker: «Die Stadt ruft nach Ideen und verbietet gleichzeitig jede Änderung. Ideenskizzen sollen zeigen, was möglich ist. Es braucht zuerst Bilder der Zukunft, die Enthusiasmus entfachen, nachher muss man sich an die Realität anpassen. Wenn man auf Imagination verzichtet und sich nur auf herrschende, durch Kompromiss entstandene Regelwerke bezieht, dann kann nur mediokres Machwerk entstehen.»
Walter R. Hunziker, Meilen
Geht es nach Andreas Diethelm, wäre ein Schulgarten an dieser Lage sinnvoll. Denn im Umkreis von nur einem Kilometer liegen ein Dutzend öffentliche Schulen und ebenso viele Kindergärten. Das Gebiet ist jener weisse Fleck, wo die Schweizerische Gesellschaft für Schülergärten (SGS) keine Kurse anbieten kann, weil all diese Schulen über keine Gärten verfügen. Mehr dazu im Beitrag: Kopfsalat von der Kasernenwiese und unter Schul- und Quartiergarten Kaserne.
Geht es nach Andreas Diethelm, wäre ein Schulgarten an dieser Lage sinnvoll. Denn im Umkreis von nur einem Kilometer liegen ein Dutzend öffentliche Schulen und ebenso viele Kindergärten. Das Gebiet ist jener weisse Fleck, wo die Schweizerische Gesellschaft für Schülergärten (SGS) keine Kurse anbieten kann, weil all diese Schulen über keine Gärten verfügen. Mehr dazu im Beitrag: Kopfsalat von der Kasernenwiese und unter Schul- und Quartiergarten Kaserne.
Andreas Diethelm
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Visionen seien weniger gefragt. Das hatte Stadtrat André Odermatt zu Beginn gleich festgehalten. Was mit Blick auf die jüngere Geschichte des Kasernenareals durchaus verständlich ist, wurden doch die letzten 40 Jahre vornehmlich durch gescheiterte Visionen geprägt. Einen älteren Mann hinderte das dann doch nicht, seiner WorkshopGruppe die Illustration seiner Utopie zu präsentieren: die Sihl als kleiner See mit einer Verbindung zum grossen, auf der Schiffe kursieren. Die andern am Tisch hörten geduldig zu, auch wenn die Diskussion dadurch etwas ins Stocken geriet. Das ist das Risiko, wenn man die Basis fragt, was mit dieser Brache mitten in der Stadt geschehen soll, und nicht von oben herab bestimmt, was aus ihr werden wird. Ab 2018, wenn sie Polizisten und Gefangene geräumt haben werden.

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