Streik am Zürcher HB abgewendet: Unia erkämpft 700'000 Franken
Auf der Baustelle unter dem Zürcher HB werden die Arbeiten heute morgen wieder aufgenommen. Die Gewerkschaft Unia hat für die polnischen Billigarbeiter korrekte Schweizer Löhne erkämpft.

Der Durchbruch folgte mitten in der Nacht. Um 3.30 Uhr gaben die Gewerkschaft Unia, die SBB und die betroffene Brandschutzfirma die Einigung im Arbeitsstreit bekannt: 700'000 Franken gehen auf ein Sprerrkonto, um die seit letztem Herbst bezahlten Löhne auf ein Niveau gemäss Gesamtarbeitsvertrag anzupassen. Mindesten 30 polnische und litauische Arbeiter hatten für Löhne von fünf bis elf Euro in der Stunde im neuen Bahnhof Löwenstrasse Brandschutzplatten und Isolationen montiert.
Eine erste Anzahlung von 5000 Franken pro Person wird den Betroffenen noch diese Woche ausbezahlt. Für den Arbeitskampf waren zehn Polen extra wieder aus ihrer Heimat nach Zürich zurückgekehrt. Die restlichen Ansprüche werden den Arbeitern nach Vorliegen der genauen Abrechnungen bis zum 6. November 2013 vergütet.