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Surft! In Zürich!

Die Stadtwelle lebt: Eine Stäfner Eventagentur will Zürich-West zum permanenten Sommertreff für Surfer machen.

Von oben ist die Anlage einfach ein grosses Schwimmbad...
Von oben ist die Anlage einfach ein grosses Schwimmbad...
Robert Hangartner
...doch steht man daneben, fühlt man sich fast wie am Meer – trotz klar erkennbarem Zürich-West-Hintergrund.
...doch steht man daneben, fühlt man sich fast wie am Meer – trotz klar erkennbarem Zürich-West-Hintergrund.
Robert Hangartner
Menschen sind fasziniert von Wellen, wie der amerikanische Profisurfer Greg Long. 2007 beim Wellenreiten vor Südafrika.
Menschen sind fasziniert von Wellen, wie der amerikanische Profisurfer Greg Long. 2007 beim Wellenreiten vor Südafrika.
Keystone
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Weil es im vergangenen Sommer so schön war, soll es in diesem Jahr wieder eine Stadtwelle in Zürich geben. Eine, die noch grösser ist und noch besser taugt als Treffpunkt, wo man über das Leben plaudert. Zumindest stellt sich Patrick Eichler von der Eventagentur The Wave Factory aus Stäfa so sein Projekt vor.

Dieses heisst Citywave und ist eine grössere Anlage mit Schwimmbecken, das den ganzen Sommer mit einer neun Meter breiten Welle zum Surfen einlädt. Ihr Standort ist in Züri-West, auf dem Gerold-Areal zwischen dem Prime Tower und dem Club Hive. Wer nicht surfen will, soll neben dem Becken etwas essen und trinken können, um die Beachboys zu bestaunen.

Läuft alles nach Eichlers Plan, ist die Stadtwelle ab Anfang Mai bis Ende September in Betrieb, und dies drei Jahre lang. Im Winter würde das Wasser aus dem Minimeer abgelassen, das Becken abgedeckt und die Plattform für winterlich-weihnächtliche Anlässe genutzt. Zurzeit muss die Stadt über die Baubewilligung entscheiden.

Die Anlage ist bereits zum dritten Mal geplant. Allerdings stand sie jeweils nur wenige Tage oder Wochen. Dass sie nun für drei Jahre angelegt ist, begründet Eichler mit dem grossen Anklang, den sie gefunden habe. Im letzten Jahr war sie fast jeden Tag ausgebucht.

Für die Eventagentur bedeutet der lange Betrieb jedoch auch einiges an Investitionen. Die Welle und das ganze Angebot kosteten eine sechsstellige Summe, sagt Eichler. Finanziert werde sie durch den Eintrittspreis für das Surfen (57 Franken für 45 Minuten), aus den Einnahmen des Gastroangebots und über Beiträge von Sponsoren. Wer nur zum Zuschauen auf die Plattform will, zahlt keinen Eintritt.

Alter Traum vom Stadtsurfen

Patrick Eichler und seine Agentur verwirklichen einen alten Traum der Zürcher Surferinnen und Surfer. Schon mehrmals versuchten diese, in der Stadt für ihren Sport eine Welle anzustossen – zum Beispiel auf der Limmat. Doch das Vorhaben schaffte den Durchbruch nicht, nachdem ihm der Gemeinderat die kalte Schulter gezeigt hatte.

Hängig sind derzeit noch ein grösserer Surfpark in Regensdorf mit einer künstlichen Lagune und eine Indoor-Surfanlage im neuen Einkaufszentrum im luzernischen Ebikon.

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