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SVP-Gemeinderätin bekämpft, was ihr selbst vorgeworfen wird

Hedy Schlatter möchte Stadtwohnungen nur an Einkommensschwache vergeben. Dabei wohnt die Millionärin selber auch in einer Stadtwohung.

Wird von den Nachbarn auch «Schlössli» genannt: Die Villa bei Uster, in der Hedy Schlatter regelmässig anzutreffen ist.
Wird von den Nachbarn auch «Schlössli» genannt: Die Villa bei Uster, in der Hedy Schlatter regelmässig anzutreffen ist.
Reto Oeschger
Das Anwesen (Mitte) ist nicht nur luxuriös, der örtliche Steuerfuss ist auch 5 Prozentpunkte tiefer als in Zürich.
Das Anwesen (Mitte) ist nicht nur luxuriös, der örtliche Steuerfuss ist auch 5 Prozentpunkte tiefer als in Zürich.
Reto Oeschger
Die Wirtin sitzt seit 2006 für die SVP im Zürcher Gemeinderat und will am 9. Februar wieder gewählt werden. (Bild Archiv)
Die Wirtin sitzt seit 2006 für die SVP im Zürcher Gemeinderat und will am 9. Februar wieder gewählt werden. (Bild Archiv)
Beat Marti
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Hedy Schlatters politischer Wille deckt sich nicht mit ihrem Leben: Die SVP-Gemeinderätin hat einer Initiative zugestimmt, nach der sie ihre günstige städtische 3-Zimmer-Wohnung verlassen müsste. Für sie und die Initianten dürften nur Leute in nicht gewinnorientierten städtischen Wohnungen leben, die es wirklich nötig haben. Für ihre 3-Zimmer-Wohnung mit Seesicht in Wollishofen bezahlt Schlatter 1600 Franken. Nötig hätte sie diese günstige Wohnung nicht: Sie versteuert gemäss Steuerausweis 2011 ein Vermögen von 7 Millionen Franken und ein Einkommen von über 200'000 Franken. Und das nicht in Zürich, sondern in Uster. Im Zürcher Oberland bewohnt sie eine Villa, die als «Schlössli» bezeichnet wird. In ihrer Wohnung in Zürich sei die ehemalige Wirtin des Restaurants Seerose seit zwei Jahren nur noch einmal pro Woche zu sehen, sagt ein Nachbar.

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