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SVP-Nationalrat Binder macht Platz für die «Neuen»

Der Illnauer Max Binder tritt bei den nächsten Nationalratswahlen nicht mehr an. Das interne Gerangel bei der SVP wird damit aber nur beschränkt entschärft.

Politisierte während drei Jahrzehnten in Bern: Max Binder.
Politisierte während drei Jahrzehnten in Bern: Max Binder.
Keystone

30 Jahre sind für Max Binder genug: «Ich chume nüme!», sagte der SVP-Nationalrat gestern anlässlich der Delegiertenversammlung des Zürcher Bauernverbandes, wie mehrere Zeitungen berichten. Der Landwirt aus Illnau betonte, dass er nicht amtsmüde sei. Er es aber nicht werden wolle. Die Politik habe sein Leben und das seiner Familie mitbestimmt und davon möchte er sich nun lösen.

Wenn Binder seine Karriere in Bern nun beendet, dürfte dies seiner Partei nicht ungelegen kommen. In den letzten Monaten entstand ein Gerangel um die Listenplätze der SVP. Verschiedene Protagonisten, darunter auch Binder, mussten sich den Vorwurf des Sesselklebers gefallen lassen. Die Kandidatur von Roger Köppel für den Nationalrat sowie die Nomination von Hans-Ueli Vogt als Ständerat brachte zusätzliche Unruhe in die Partei. Ihr Eintritt in die nationale Politik wäre nur auf Kosten anderer möglich – vorausgesetzt die SVP erreicht keinen zusätzlichen Wählergewinn.

Der 67-Jährige betont, dass er nicht deshalb auf eine siebte Amtszeit verzichtet: «Ich habe mich völlig frei von jeglicher Beeinflussung entschieden.» Binders Rücktritt entschärft den internen Konkurrenzkampf nur bedingt. Hans Fehr, Toni Bortoluzzi und Ernst Schibli – allesamt altgediente SVP-Nationalräte – gaben bereits ihre Ambitionen auf eine Wiederwahl bekannt und werden nicht freiwillig zurücktreten.

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