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«Eine echte Anerkennung gibt es hier nicht»

Mehrere tausend Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transmenschen sind am Zürcher Pride-Umzug für mehr Toleranz eingestanden.

«Es ist wichtig zu zeigen, dass wir alle ganz normal sind»: Teilnehmer der Zurich Pride 2017.<br><b>(Video: Lea Blum)</b>

Unter dem Motto «No Fear To Be You» setzte sich die Zurich Pride in diesem Jahr für die Sicherheit und Rechte von LGBT-Flüchtlingen ein (Die Buchstaben stehen für lesbisch, gay/schwul, bi oder transgender). Mit 14'000 Teilnehmern am Umzug und über 5000 Besuchern wurde gemäss den Veranstaltern ein Rekord in der 23-jährigen Geschichte des Umzugs erreicht.

Bildstrecke - Bunt, schrill oder auch ganz normal

Die Rekordzahl von über 14'000 Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transmenschen sind am Samstagnachmittag am Pride-Umzug durch die Zürcher Innenstadt marschiert.
Die Rekordzahl von über 14'000 Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transmenschen sind am Samstagnachmittag am Pride-Umzug durch die Zürcher Innenstadt marschiert.
Walter Bieri, Keystone
Unter dem Motto «No Fear To Be You» setzten sie sich in diesem Jahr für die Sicherheit und Rechte von LGBT-Flüchtlingen ein.
Unter dem Motto «No Fear To Be You» setzten sie sich in diesem Jahr für die Sicherheit und Rechte von LGBT-Flüchtlingen ein.
Walter Bieri, Keystone
Gemäss den Veranstaltern gab es 2017 mit über 14'000 Umzugsteilnehmern einen Rekord. Über 5000 Besucher verfolgten das Geschehen vom Strassenrand aus.
Gemäss den Veranstaltern gab es 2017 mit über 14'000 Umzugsteilnehmern einen Rekord. Über 5000 Besucher verfolgten das Geschehen vom Strassenrand aus.
Walter Bieri, Keystone
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Die Parade bekannte sich mit dem diesjährigen Motto «in aller Deutlichkeit zu Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität in die Schweiz flüchten mussten», hiess es in einer Medienmitteilung der Veranstalter. «LGBTs werden in über 80 Ländern der Welt kriminalisiert.»

Neue Route quer durch Zürcher Innenstadt

Die Route der Kundgebung war länger als in den vergangenen Jahren: Neu startete der Umzug vom Münsterhof aus. Dort gab es erste Reden. FDP-Nationalrätin Christa Markwalder sagte beispielsweise, dass die Schweizer Gesetzgebung trotz Fortschritten noch nicht dem 21. Jahrhundert entspreche. «Deshalb ist es wichtig, dass sich LGBTs in die Politik einbringen.»

Anschliessend zogen die Pride-Teilnehmenden mit Regenbogenfahnen und farbigen Ballonen ausgerüstet und von lauter Musik begleitet via Limmatquai, Bahnhofstrasse und Sihlporte zum Helvetiaplatz. Von aufwändig herausgeputzten Diven über schrille Paradiesvögel war alles zu sehen.

Zahlreiche Menschen verfolgten die bunte und friedliche Parade, die als grosse Open-air-Party daherkam, vom Strassenrand aus. Sie sahen viele verschiedene Organisationen und Institutionen, kleinere Gruppen oder Einzelpersonen - vereint im Kampf für gleiche Rechte für alle.

Höhepunkt der Pride-Woche

Der Umzug ist jeweils der Höhepunkt der Pride-Woche, die am Pfingstsonntag offiziell eröffnet wurde und noch bis morgen Sonntag dauert. An der Pride-Week führen LGBT-Vereine und andere Veranstalter Fachtagungen und Anlässe rund um LGBT-Themen durch. Am Freitag startete dann auf dem Kasernenareal das Pride-Festival mit Auftritten von verschiedenen Musikern und Künstlern.

(SDA)

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