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Tempo-30-Premiere in Zürich

Die Stadt reduziert die Geschwindigkeit auf einer überkommunalen Strasse auf 30 km/h – zum ersten Mal überhaupt.

Neue Tempo-30-Zone: Bei der ÖV-Haltestelle Rigiblick gilt bald ein neues Verkehrsregime. Foto: Raisa Durandi
Neue Tempo-30-Zone: Bei der ÖV-Haltestelle Rigiblick gilt bald ein neues Verkehrsregime. Foto: Raisa Durandi
Raisa Durandi

Bei der ÖV-Haltestelle Rigiblick gilt ab dem 18. Dezember neu Tempo 30. Damit reduziert die Stadt Zürich auf einem überkommunal klassierten Strassenabschnitt die Geschwindigkeit von 50 auf 30 km/h – eine Premiere, teilt die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich heute Dienstag mit.

Die Temporeduktion gilt für den Abschnitt Universitätsstrasse 102 bis Winterthurerstrasse 25. Dies sei ein Schritt zur Lärmsanierung gemäss Lärmschutzordnung, schreibt die Dienstabteilung Verkehr weiter.

In einer ersten Phase hat die Stadt im Lauf des Jahres bereits auf 30 Strassen die Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt – allerdings bisher nur auf kommunalen Strassen.

130'000 Einwohner betroffen

In Zürich sind rund 130'000 Einwohnerinnen und Einwohner einem zu hohen Strassenlärm ausgesetzt. Den Grenzwert legt die eidgenössische Lärmschutzverordnung fest. Die Gemeinden und Kantone sind zur Lärmsanierung verpflichtet. Für Massnahmen, die nach dem April 2018 durchgeführt werden, gibt es keine Bundesgelder mehr.

Das Umweltschutzgesetz schreibt vor, Massnahmen an der Quelle zu bevorzugen: zum Beispiel Temporeduktionen auf 30 km/h. Diese Massnahmen seien kostengünstiger als Lärmschutzwände und effektiv. Denn sie reduzierten die Lärmbelastung bei den angrenzenden Häusern um 2,5 bis 3 Dezibel, was in der Wahrnehmung etwa der Halbierung der Verkehrsmenge entspricht.

sda/sip

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