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Teurer Gesang

Der ehemalige Startenor Christoph Homberger will mit seinem Chor helfen, Flüchtlinge zu integrieren. Dabei machen nicht die Sprachen Probleme, sondern die Billettkosten.

Ein Ticket von Winterthur nach Zürich kostet ohne Halbtax 33 Franken. Zu viel für die singenden Flüchtlinge. Foto: Thomas Egli
Ein Ticket von Winterthur nach Zürich kostet ohne Halbtax 33 Franken. Zu viel für die singenden Flüchtlinge. Foto: Thomas Egli

Christoph Homberger ruft: «Und jetzt nochmals dasselbe eine Oktave höher – und lauter, lauter!» Es tönt: «Jo-Jai-Jo – bah. Ra-Re-Ri. Jo-Jai-Jo – bah. Ra-Re-Ri-Ro-Ra.» Der Chorleiter legt sich mit ­seiner ganzen Körperfülle in diese Melodie, fuchtelt mit Händen und Oberkörper, zieht an seinen Hosenträgern, um bildlich aufzuzeigen, wie die Sänger Spannung zwischen den einzelnen Tönen erzeugen können. Christoph Homberger hat keinen leichten Job. Mehr Multikulti geht nicht, schliesslich handelt es sich um einen Flüchtlingschor. Seit dem 19. September probt er jeweils montags im Kirchgemeindesaal Aussersihl. Es geht dabei nicht nur um Musik. «Ich will, dass diese Menschen zwei Stunden lang ihre Sorgen vergessen können», sagt der Chorleiter.

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