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Tiefenbrunnen, das Tor zur Welt

Im Zürichsee herrschte vor 100 Jahren reger Flugverkehr. Es gab Rundflüge und Linienflüge ins Berner Oberland. Zürich war begeistert.

Ein italienisches Macci-Flugboot überfliegt die Stadt Zürich. Foto: ETH-Archiv
Ein italienisches Macci-Flugboot überfliegt die Stadt Zürich. Foto: ETH-Archiv

Am Obersee vor Wangen liegt heute der einzige Wasserflugplatz der Schweiz. Stationiert sind dort zurzeit nur zwei Wasserflugzeuge von Fluglehrer Ueli Diethelm, der mit ihnen Schulungsflüge durchführen darf. Sonst braucht es fürs Starten und Landen auf Schweizer Gewässern eine Sondergenehmigung.

Das war vor 100 Jahren ganz anders. Nach dem Ersten Weltkrieg herrschte am Zürichsee so etwas wie Goldgräberstimmung. Ehemalige Militärpiloten, unter ihnen Luftfotograf Walter Mittelholzer und Alfred Comte, hofften in der Fliegerei auf gute Geschäfte. Das einzige Problem: Damals gab es in der Schweiz keinen geeigneten Flugplatz für die zivile Fliegerei. Darum entschieden sie sich für den Zürichsee. Hier brauchte man keine teuren Pisten und konnte mit Wasserflugzeugen sofort losfliegen. Zudem versprachen sich die Flugpioniere in Zürich viel zahlungskräftige Kundschaft.

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