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Toiletten noch immer nicht rollstuhlgängig

Trotz gesetzlicher Vorgaben sind nur ein Sechstel der Toiletten in Zürcher Restaurants behindertengerecht. Ein Umbau sei schlicht zu teuer, heisst es bei Gastro Zürich.

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In Zürich eine Seltenheit: Eine behindertengerechte Toilette in einem Restaurant.
In Zürich eine Seltenheit: Eine behindertengerechte Toilette in einem Restaurant.
Gaetan Bally, Keystone

Viele Zürcher Gastwirte können sich das Einbauen von behindertengerechte Toiletten nicht leisten. Wie SP-Gemeinderat Joe Manser, Mitarbeiter der Schweizerischen Fachstelle für behindertengerechtes Bauen, gegenüber Radio 1 sagt, sind von den rund 1800 Lokalen in Zürich nur gerade 300 mit rollstuhlgängigen Toiletten ausgerüstet.

Seit das eidgenössische Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) am 1. Januar 2004 in Kraft getreten ist, müssen bei Neubauten oder Sanierungen in Restaurants auch behindertengerechte Toiletten installiert werden. Das stelle die Wirte vor grosse Probleme, sagt Ernst Bachmann, Präsident des Wirteverbandes Gastro Zürich.

«In bereits bestehenden Lokalen ist es oft schwierig, die Vorgaben umzusetzen», betont er. Die Vorschriften seien darüber hinaus auch unverhältnismässig, so Bachmann weiter. «Sie sind schlicht nicht finanzierbar.» Aus diesem Grund würden viele Zürcher Gastwirte darauf verzichten, ihre Toilettenanlagen zu sanieren.

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