Zum Hauptinhalt springen

Trittst im Morgenrot daher beim Chinagarten

Am Zürichhorn erinnert ein Jugendstil-Monument an die beiden Schöpfer der heutigen Nationalhymne.

Das Schweizerpsalm-Monument um 1910: Die «Rakete» aus aargauischem Muschelkalk wurde vom Zürcher Bildhauer Franz Wanger geschaffen-
Das Schweizerpsalm-Monument um 1910: Die «Rakete» aus aargauischem Muschelkalk wurde vom Zürcher Bildhauer Franz Wanger geschaffen-
Keystone

Fast martialisch steht es da, das Schweizerpsalm-Denkmal an der Seepromenade beim Chinagarten. Seine Spitze sieht aus wie eine Rakete. Das Kunstwerk huldigt dem Vaterland. Es würdigt den Zürcher Leonhard Widmer (1808–1868) aus Feldmeilen und den Urner Zisterzienserpater Alberich Zwyssig (1808–1854) aus dem Kloster Wettingen. Widmer bringt 1840 den Liedtext «Trittst im Morgenrot daher» zu Papier; Zwyssig vertont ein Jahr später den Psalm. Beide Männer sind zeitlebens durch eine innige Freundschaft verbunden. Das Lied wird häufig bei patriotischen Feiern gesungen, von 1961 an als neue «provisorische» Landeshymne. Der Bund anerkennt den Schweizerpsalm aber erst am 1.?April 1981 offiziell als Nationalhymne – er ersetzt seither «Rufst du mein Vaterland».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.