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Tukan Bosi ist tot

Das Maskottchen der Zürcher Stadtgärtnerei ist mit 19 Jahren gestorben.

Bosi ist nicht mehr.
Bosi ist nicht mehr.
Sabina Bobst
Der gesellige Riesentukan war das Maskottchen der Zürcher Stadtgärtnerei. Bosi ist am Donnerstag, 2. Februar 2017, gestorben.
Der gesellige Riesentukan war das Maskottchen der Zürcher Stadtgärtnerei. Bosi ist am Donnerstag, 2. Februar 2017, gestorben.
Stadtgärtnerei Zürich
Jetzt ist er gestorben: Plakat in der Stadtgärtnerei.
Jetzt ist er gestorben: Plakat in der Stadtgärtnerei.
PD
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Viele Kinder, viele Eltern, viele Besucher und Angestellte der Stadtgärtnerei in Zürich-Albisrieden werden ihn vermissen. Tukan Bosi war das Maskottchen. Und einer der Hauptgründe für einen Besuch im Palmenhaus. «Er war unser bester Botschafter», sagt Lukas Handschin von Grün Stadt Zürich.

Am vergangenen Mittwoch noch irrten Kleinkinder im Palmenhaus herum, die mit Nuggi im Mund so etwas wie «Tukan, Tukan» murmelten. Aber schon da ging es Bosi schlecht. Er sei krank und müsse sich ausruhen, stand auf einem Plakat.

Gestern ist Bosi gestorben. Mit seinen 19 Jahren hat er ein stattliches Alter erreicht. Riesentukane werden in freier Wildbahn 10 bis 15 Jahre alt. In Gefangenschaft können sie auch 20 Jahre alt werden. Seit heute Freitagnachmittag werden die Besucher mit einem Plakat über das Ableben des Vogels informiert.

Gemäss Handschin ging es Bosi in den letzten Wochen immer schlechter. Drei Besuche beim Tierarzt und Antibiotika konnten ihm nicht mehr helfen.

Bosi auf dem Picknick-Tisch

Bosi war seit Januar 2007 in der Stadtgärtnerei, also seit ziemlich genau zehn Jahren. Er wurde der Gärtnerei von einer Privatperson geschenkt – Bosi war von Hand aufgezogen worden. Bald gehörte der Tukan zusammen mit den Stelzenläufern zum «Mobiliar» der Stadtgärtnerei. Meist flog er herum und beäugte seine «Gäste» von der Glasdachkonstruktion oder einem Ast aus. Oft aber juckte er auch auf dem Boden herum, manchmal stattete er den Picknickern auf dem Tisch einen Besuch ab.

Zwei Jahre lang, während der Renovation der Stadtgärtnerei, musste Bosi mit den anderen Vögeln in einer Voliere verbringen. Im Oktober 2014 aber wurde ihm die Ehre zuteil, als erster das neue Palmenhaus zu erkunden.

Grosser Moment für Bosi und Co.: Die Vögel erobern das Palmenhaus. Video: Anja Metzger

Zu einigen Mitarbeitern der Gärtnerei entwickelte Bosi eine besondere Beziehung. Daraus wurden auch Mödeli. So durften die Stadtgärtner erst dann in den Pausenraum gehen, wenn Bosi «in Position» war. Von dort nämlich hatte er sie im Auge, und alles war in Ordnung. Bosi war der heimliche Chef und der offensichtliche Star.

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