UBS: Schalterschluss am Paradeplatz

Die Grossbank schliesst die bedienten Geldschalter für die Bankkunden.

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Der ehemalige Sitz des Bankvereins, der 1998 mit der damaligen Bankgesellschaft zur UBS fusionierte, ist neben dem Hauptsitz an der Zürcher Bahnhofstrasse das zweite Flaggschiff der Grossbank. Nun werden dort auf Ende Juni die bedienten Schalter geschlossen, wie das Onlinemagazin «Inside Paradeplatz» meldet. Bargeld kann dann nur noch an den Automaten bezogen werden. Weiterhin möglich sind Beratungsgespräche, allerdings nicht am Schalter. Im Eingangsbereich wird es Personal an einem Welcome-Desk haben, das die Kundschaft weitervermittelt.

Wie UBS-Sprecher Igor Moser auf Anfrage sagt, ist die Schalterzone am Paradeplatz aufgrund der Neueröffnung am Hauptsitz an der Bahnhofstrasse 45 und eines Rückgangs von Schaltertransaktionen nicht mehr erforderlich. «Die Barschalter werden folglich am Hauptsitz konzentriert, welche an der Bahnhofstrasse in zwei Minuten Gehdistanz vom Paradeplatz liegt.» Dort hat es drei Bargeldschalter sowie zwei Empfangsschalter.

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Eine Umnutzung der UBS-Schalterhalle am Paradeplatz wie bei der Konkurrenzbank Credit Suisse, wo im Lichthof neun Geschäfte (Kleiderboutiquen, Gastrobetriebe, Reisebüro) eingemietet sind, ist kein Thema, sagt Moser. Die Schalterhalle sei schon aus baulichen Gründen nicht mit dem Lichthof zu vergleichen.

Büros stehen leer

Weiter sagt Moser, dass die Räumlichkeiten im zweiten und dritten Stock gemischte Kunden- und Mitarbeiterzonen sind. «Wir führen dort kleinere Renovierungen durch, weshalb es kurzzeitig Leerstände geben kann.» Der vierte Stock ist ausschliesslich mit Büros besetzt. Der Banksprecher betont, dass der Paradeplatz ein zentraler Beratungsstandort bleibt: «Die Kunden können jederzeit eine Beratung in Anspruch nehmen, auch Kontoeröffnungen sind möglich.»

Der Hauptsitz an der Bahnhofstrasse ist im letzten Dezember nach dreijähriger Komplettsanierung wieder eröffnet worden. Die Halle ist mit Marmor verkleidet worden, zudem stehen dort blank polierte Marmorsäulen – genau gleich wie bei der Eröffnung des Gebäudes im Jahr 1917.

Erstellt: 29.03.2019, 11:25 Uhr

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