Über 1 Million Fahrten mit dem «Züri-Velo»

1000 Velos und 1000 E-Bikes an 150 Stationen: Nun hat die Stadt Zürich das Publibike-System offiziell abgenommen.

Das Zürcher Publibike-Angebot ist nun das grösste Leihgeschäft der Schweiz.

Das Zürcher Publibike-Angebot ist nun das grösste Leihgeschäft der Schweiz. Bild: Raisa Durandi

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Die Schaffung eines Veloverleihnetzes in der Stadt Zürich geht auf einen Vorstoss des Gemeinderats aus dem Jahr 2007 zurück. Mit über 2000 Velos, darunter rund 1000 E-Bikes, und 150 Stationen ist der Auftrag nun erfüllt, und der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat die Abschreibung der Motion, wie die Stadt am Dienstag mitgeteilt hat.

Spitzenreiter bei den Ausleihen sind die beiden Stationen ETH-Zentrum und Sihlpost. Hier werden täglich bis zu 200 Fahrräder ausgeliehen. Eine durchschnittliche Fahrt dauert 16 Minuten. Am gefragtesten sind die Leihvelos zwischen 7 und 9 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr.

Holpriger Start

Der Start von «Züri Velo» verlief nicht ohne Komplikationen. 2014 schrieb die Stadt das Netz aus, und die Postauto-Tochter PubliBike AG erhielt im Februar 2015 den Zuschlag. Doch ein Rechtsstreit verzögerte die Planung um weitere zwei Jahre.

Schliesslich wurden im März 2018 die ersten 30 Stationen installiert. Wegen Problemen mit den Schlössern mussten im Sommer alle Velos eingesammelt und nachgerüstet werden. Doch seitdem ist «Züri Velo» stetig gewachsen. Und auch jetzt können weitere Stationen hinzukommen, wenn die Stadt oder ein Firmenkunde das wünscht und die Finanzierung nachgewiesen ist.

Das bestehende Netz wird in regelmässigen Abständen überprüft und stellenweise dem Bedarf angepasst, wie es in der Mitteilung heisst. So werden schwach genutzte Stationen verschoben, um stark genutzte zu entlasten oder neue Gebiete zu erschliessen. (sda/pu)

Erstellt: 14.01.2020, 17:56 Uhr

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