Plötzlich blinkt es an der VBZ-Haltestelle hektisch

Die Zürcher Verkehrsbetriebe testen ein neues Anti-Sprayer-System. Wo genau, halten sie geheim. Aber das ist noch nicht alles.

Neue Beleuchtung: Die Haltestelle Hardplatz wird mit LED-Technologie und Akustik-Sensoren ausgerüstet.

Neue Beleuchtung: Die Haltestelle Hardplatz wird mit LED-Technologie und Akustik-Sensoren ausgerüstet. Bild: Tom Kawara/VBZ

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Die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) rüsten ihre Haltestellen auf, machen auf «smart». Konkret heisst das: In einem Pilotprojekt testen die VBZ neues Licht und E-Papers an ausgewählten Haltestellen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die auffälligste Neuerung ist ein Anti-Sprayer-System. Die neue LED-Beleuchtung wird mit Sensoren ausgestattet – akustischen und visuellen. Die Akustik-Sensoren reagieren auf zwei Frequenzen: das charakteristische Klacken beim Schütteln der Dose sowie auf das Sprühgeräusch, erklärt Martin Suter, Leiter Haltestellen bei den VBZ. «Das haben wir auf Herz und Nieren geprüft.» Ob das System wider Erwarten doch auch auf andere Geräusche anspricht, werde der Test ergeben.

Erkennt der Sensor, dass ein Sprayer am Werk ist, beginnt die Beleuchtung hell zu blinken – so zumindest die Theorie. Die These der VBZ: Das Blinken schafft Aufmerksamkeit und schlägt Vandalen in die Flucht, die Sachbeschädigung nimmt ab. Neben der Haltestelle Hardplatz bringen die VBZ den Anti-Sprayer-Sensor noch «an wenigen weiteren Haltestellen» an. Wo genau, verraten sie aber nicht. Nur so könne die Testphase sinnvoll ausgewertet werden. Diese dauert bis Mitte Jahr.

Im «Smarten Korridor» (VBZ) an den Haltestellen Albisriederplatz, Hardplatz, Hardbrücke, Schiffbau und Escher-Wyss-Platz gibt es auch die visuellen Sensoren. Mit diesen wollen die VBZ Lichtemissionen reduzieren und Strom sparen. Befindet sich niemand an der Haltestelle, wird das Licht gedimmt. Nähert sich eine Person, wird es wieder heller.

Elektronische Anzeige bei Störungen

Zusätzlich testen die VBZ an zehn Haltestellen E-Paper-Geräte in unterschiedlichen Grössen und von verschiedenen Herstellern. «Sie werden ergänzend zu den bereits bestehenden digitalen Anzeigetafeln überwiegend an Haltestellen getestet, die bisher noch über keine Echtzeitinformationen verfügen», heisst in der Mitteilung.

So sieht ein VBZ-E-Paper aus. Foto: VBZ

Die neuen Geräte sollen Passagierinnen und Passagieren in Störungsfällen auf dem Laufenden halten. Zudem soll es ein Vorlesefunktion geben. Die VBZ sind laut Mitteilung diesbezüglich im Austausch mit Behindertenverbänden. Die Pilotphase dauert ein Jahr.

Seit einiger Zeit testen die VBZ immer wieder neue Angebote an Haltestellen. 2018 gab es zum Beispiel einen Versuch mit Gratis-WLAN. Das Interesse war gross, das Internet wurde rege genutzt. Trotzdem blieb es beim Versuch. Die VBZ stellten das WLAN ein. Begründung: zu hohes finanzielles Risiko. (sip)

Erstellt: 09.01.2020, 12:01 Uhr

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