Flughafen Zürich: Und keiner sagt Trump Grüezi

Polit-Prominenz bleibt der Ankunft des US-Präsidenten fern. Good News gibts für Flugzeugfans.

Donald Trump ist im Anflug: Die Air Force One mit dem US-Präsidenten an Bord hat die USA Richtung Schweiz verlassen. Video: Tamedia/AFP

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Er ist der Höhepunkt der WEF-Woche: Der Besuch von Donald Trump. Die Air Force One mit dem US-Präsidenten an Bord ist nun auf dem Weg nach Zürich. Regierungsvertreter aus der Schweiz werden ihn aber auf dem Rollfeld keine begrüssen. Es gibt keinen kleinen Empfang, kein kurzes Händeschütteln. Keine Stadtpräsidentin Corine Mauch, kein Regierungspräsident Markus Kägi, kein Bundespräsident Alain Berset.

Bundesratssprecher André Simonazzi erklärt das damit, dass es sich um keinen offiziellen Staatsbesuch handle. Und der Sprecher des Zürcher Regierungsrats, Andreas Melchior, ergänzt: «Es ist die langjährige Praxis der Kantonsregierung, beim WEF die Staatsoberhäupter nicht zu begrüssen.» Ansonsten wäre es schwierig, auszuwählen, wen man begrüsse und wen nicht.

Während die offizielle Schweiz dem Flughafen bei Trumps Ankunft fernbleibt, suchen Flugzeugfans die Nähe zu seiner Air Force One. Unter den Planespottern herrscht bereits seit einigen Tagen helle Aufregung. Sie überbieten sich mit Bildern vom Flugplatz Dübendorf, wo Transportflieger und US-Helikopter stehen und darauf warten, Trump von Zürich nach Davos zu fliegen.

Auch am Flughafen Zürich gab es für die Spotter schon Highlights. Unter anderem am Sonntagmorgen als eine Galaxy C-5 landete, eines der grössten Flugzeuge der Welt. Es ist noch grösser als ein Airbus 380. Doch die Flugzeugfans erhielten vergangene Woche auch einen Dämpfer. Weil der Flughafen mit einem riesigen Ansturm rechnet, hat er angekündigt, die Zuschauerterrasse am Donnerstagvormittag und am Freitagnachmittag zu schliessen.

Vermehrte Kontrollen

Lange blieb unklar, ob auch rund um den Flughafen die Spotterplätze abgesperrt werden. Am Mittwoch hat der Flughafen bekannt gegeben: «Der Spotterhügel (Heligrill) ist am Donnerstag und Freitag geöffnet», schreibt Flughafensprecherin Sonja Zöchling auf Twitter. Das heisst: freie Sicht auf die Air Force One – wenn sie auf einer vom Hügel aus sichtbaren Piste landet. Lediglich die Zuschauerterrasse B sei am Donnerstagvormittag und am Freitagnachmittag geschlossen, so Zöchling. Aber: «Beim Spotterhügel muss mit vermehrten Polizeikontrollen gerechnet werden.»

Die Kantonspolizei Zürich teilt am Mittwochmorgen zudem mit, dass sie im Hinblick auf Trumps Ankunft das Sicherheitsdispositiv noch einmal verstärkt. Die Polizei sei mit zahlreichen Einsatzkräften am Flughafen präsent. Die Kantonspolizei Zürich rechnet zudem damit, dass eine grosse Zahl Schaulustiger den Verkehr rund um den gesamten Flughafen beeinträchtigen werden. «Die Parkmöglichkeiten werden voraussichtlich rasch erschöpft sein», heisst es in der Mitteilung. Interessierte oder Flugreisende sollen die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, allen anderen wird empfohlen, den Flughafen weiträumig zu umfahren.

Besonderen Besuch erwarten auch die Skyguide-Mitarbeiter im Tower am Flughafen Zürich: «Ein Agent des amerikanischen Secret Service wird bei uns im Turm stehen und die Landung des Präsidenten überwachen», sagt Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa zu SRF.

Dies sei aber nicht die einzige Änderung im Flugbetrieb: So werde der Sicherheitsabstand vor und nach der Landung der Air Force One von drei auf fünf Meilen vergrössert und die Piste 16 wird für den US-Präsidenten komplett abgeriegelt. «Bis die Helikopter aus Dübendorf den Präsidenten abgeholt haben und der ganze Autokonvoi Richtung Davos abgefahren ist, wird die gesamte Piste gesperrt», so Barrosa. Das könne zu kleineren Verspätungen im Flugverkehr führen. (sip/TA)

Erstellt: 24.01.2018, 12:07 Uhr

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