Und wie stark brennen Sie für Olympia?

Für einmal wollen Bündner für den Wintersport nach Zürich: Am Sonntag stimmt der Bergkanton über die Olympiakandidatur ab – Sie dürfen schon heute.

Die Bündner stimmen ab: Am Sonntag entscheiden die Stimmbürger über eine Olympiakandidatur 2026.

Die Bündner stimmen ab: Am Sonntag entscheiden die Stimmbürger über eine Olympiakandidatur 2026. Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

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Die Zürcher Politiker durften schon, die Bündner Stimmbürger dürfen am Sonntag erneut: Ja oder Nein zu einer Olympiakandidatur in Graubünden und dem Grossraum Zürich sagen. Die Zürcherinnen und Zürcher durften sich dazu aber noch nicht äussern. Wir holen das nach und fragen Sie, was halten Sie von einer Bündner Olympiakandidatur 2026 mit Zürcher Beteiligung? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil.

Die etwas andere Ausgangslage

Am Sonntag stimmt Graubünden über eine Olympiakandidatur 2026 ab. Konkret über den Planungskredit von 25 Millionen Franken. Neben Austragungsorten in Graubünden, sollen auch Events und Sportanlässe im Grossraum Zürich stattfinden: Eiskunstlauf, Short Track und Eishockey, Medienzentrum und Medal Plaza, Teile der Eröffnungs- und Schlussfeier, so die bisherigen Pläne für die Kandidatur.

2013 lehnten die Bündner eine Olympiakandidatur an der Urne ab. Diesmal ist jedoch alles etwas anders, ein Ja scheint realistischer. Damals waren nur Davos-Klosters und St. Moritz als Austragungsorte vorgesehen, nun wären auch Lenzerheide-Arosa, Flims-Laax, Chur und der Grossraum Zürich miteinbezogen. Ehemalige Gegner wurden seither zu Befürwortern, so etwa der Chef der Ferienregion Flims-Laax-Falera. Den linken Kritikern fehle die Unterstützung aus Wirtschaft und Tourismus, schreibt die NZZ.

Zürich ziert sich, Winterthur liebäugelt

Die Haltung der Zürcher Politik ist ziemlich deutlich: Zürich macht bei den Olympischen Winterspielen 2026 nicht mit. Im Gemeinderat waren sich da SP, Grüne und SVP einig. Etwas freundlicher und etwas weniger deutlich, aber immer noch wenig euphorisch, ist die Meinung des Stadtrats: Graubünden dürfe zwar den Sechseläutenplatz oder das Stadion Letzigrund nutzen, wenn es ein Ja geben sollte, aber gegen Entschädigung. Geld will der Stadtrat also keines investieren.

Weil Zürich sich ziert, überlegen Städte wie Winterthur und Rapperswil-Jona, sich an einer Kandidatur zu beteiligen. Beispielsweise wird ein olympisches Dorf in Winterthur geprüft, und in Rapperswil-Jona könnten der Eisschnelllauf oder die Siegerehrungen durchgeführt werden. «Unsere Türen sind offen für Olympische Spiele», sagte vor einigen Wochen der Winterthurer Sportvorsteher Stefan Fritschi (FDP) zu SRF.

Erstellt: 09.02.2017, 15:40 Uhr

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