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Unerwünschte Tierchen im Koffer

Der Skorpion-Fund im Reisegepäck einer Zürcherin erinnert unsere Leserschaft an eigene kurlige Erlebnisse.

Blinder Passagier: In diesem Reisekoffer könnte sich ein Tierchen versteckt haben.
Blinder Passagier: In diesem Reisekoffer könnte sich ein Tierchen versteckt haben.
Christian Beutler, Keystone

Gleich zweimal musste die Stadtpolizei Zürich ausrücken, weil Skorpione aus dem Koffer einer Zürcherin gekrabbelt waren. Aber nicht jeder ruft gleich die Polizei, wenn er ein wildes Tier im Reisegepäck entdeckt, wie TA-Leser berichten.

Leser Peter Saller brachte von einer Ferienreise in die Philippinen eine ganze Ameisenkolonie nach Hause. Die winzigen Tierchen versteckten sich in Früchten des Lansibaums, die er als essbares Souvenir nach Hause gebracht hatte. Offensichtlich sei auch eine befruchtete Königin dabei gewesen, schreibt Saller, die Ameisen hätten sich prächtig vermehrt. Saller nahm es gelassen. «Da mich die Tierchen nicht gebissen haben, habe ich auch nichts gegen sie unternommen, und im Winter sind sie alle eingegangen.»

«Ich hätte nicht die Polizei kommen lassen, sondern das Militär»

Wilde Tiere gibt es nicht nur in fernen Ländern. Leserin Marina Siegenthaler kehrte einst aus dem Piemont mit einem Kofferraum voller Wein zurück. Beim Ausladen fand sie einen Skorpion, der sich im Karton versteckt hatte. Für Siegenthaler kein Grund zur Aufregung. Der Buchsbaumzünsler, ein aus Ostasien eingeschleppter Schädling, der gerade die ganze Gartenhecke von Siegenthaler abräume, sei viel schlimmer. «Das sind eben die Früchte des Massentourismus und der Globalisierung!», schreibt sie.

Der Schrecken über einen unerwünschten Passagier im Gepäck kann die Erinnerung daran verschwimmen lassen. War die Kakerlake nun 10 Zentimeter oder bloss 10 Millimeter lang? «Gemäss Wikipedia sind die grössten Kakerlaken ca. 44 mm lang» schreibt Kurt Gsell und versachlicht damit die Diskussion um die wilden Tiere im Gepäck, der andere mit Ironie begegnen. «Ich hätte nicht die Polizei kommen lassen, sondern das Militär», schreibt Karl Inderbitzin. Und verweist auf die vielen Bakterien, die sich auch noch ins Gepäck eingeschlichen haben könnten.

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