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VBZ testen neue Anzeigetafeln

An einigen Zürcher Tramstationen gibt es neuartige Abfahrtsmonitore. Fahrgäste melden eine Tücke.

Ohne grossen Aufwand zu installieren: Die neue DFI-Light-Anzeigetafel an der Haltestelle Börsenstrasse.
Ohne grossen Aufwand zu installieren: Die neue DFI-Light-Anzeigetafel an der Haltestelle Börsenstrasse.
Werner Schüepp

«Neu oder nur ein Test? Dieses Display ist aber deutlich schwieriger zu lesen als die aktuellen Anzeigetafeln», kritisiert ein Zürcher Trampassagier auf Twitter. Gemeint ist die neue Tafel an der Haltestelle Stockerstrasse, welche die Abfahrtszeiten des Trams anzeigt. Was hat es damit auf sich? «Es ist ein Test», sagt Daniela Tobler, Sprecherin der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ). Im gesamten Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) seien insgesamt 16 sogenannte DFI-Light-Haltestellenanzeiger aufgestellt, darunter auch an den folgenden fünf VBZ-Haltestellen: Schörlistrasse, Stockerstrasse, Sihlcity Nord, Klusplatz und Börsenstrasse.

Laut Tobler zeigen die neuen Tafeln die gleichen Informationen (inklusive Störungsinformationen und Verspätungshinweise) in Echtzeit an wie die bisherigen. Dank einer anderen Technologie sind sie aber deutlich günstiger in der Anschaffung und energieeffizienter, weil sie ohne Strom- und Datenkabel auskommen. Eine eingebaute Batterie versorgt die Tafel mit Energie. Tobler: «Somit lassen sich Haltestellen ohne zeit- und kostenintensive Tiefbauarbeiten neben bereits bestehenden Haltestellenschildern am Mast ausrüsten.»

Bisherige Anzeigetafeln sind teuer

Der Test läuft seit dem vergangenen Dezember. Die ersten Kundenreaktionen sind bei den VBZ eingetroffen. Die schlechtere Lesbarkeit der neuen Anzeigetafel werde von einigen Fahrgästen bemängelt, vor allem bei Sehbehinderten sei dies ein Thema, sagt die VBZ-Sprecherin. «Wir gehen allerdings davon aus, dass unsere Fahrgäste die neuen Haltestellenanzeigen grundsätzlich schätzen, da dieser Service an den Testhaltestellen vorher nicht gegeben war.»

Der Grund dafür seien technologische Einschränkungen wie Schriftgrösse und Kontrast. Damit sich auch sehbehinderte Personen informieren können, gibt es eine Text-to-Speech-Funktion, dass heisst, per Knopfdruck lassen sich die angezeigten Informationen auch laut vorlesen.

Nur die wichtigsten Haltestellen sind in Zürich mit den teureren, aber besser leserlichen DFI-Tafeln ausgerüstet. (Foto: Urs Jaudas)
Nur die wichtigsten Haltestellen sind in Zürich mit den teureren, aber besser leserlichen DFI-Tafeln ausgerüstet. (Foto: Urs Jaudas)

In Zürich sind nur die grössten und wichtigsten Haltestellen mit den grösseren DFI-Tafeln ausgerüstet. Der Grund dafür sind die Anschaffungskosten: Diese sind bei einer DFI-Tafel zehnmal höher als bei einer DFI-Light, die pro Exemplar 5000 Franken kostet. Tobler: «Der Pilotbetrieb wird nun zeigen, ob die eingesetzten Technologien den Anforderungen unserer Fahrgäste genügen.» Der Test dauert ein Jahr, mit der Option auf eine Verlängerung um ein weiteres Jahr.

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